Alien - Director’s Cut

Aliens - Die Rückkehr: Special Edition

Alien 3 - Special Edition

Alien - Die Wiedergeburt: Special Edition

Alien Quadrilogy Sonderausstattung

DVD-Reviews
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Beim Heimflug zur Erde wird der Raumfrachter Nostromo von seinem Schiffscomputer umgeleitet, weil er ein Notsignal empfängt. Nachdem die Crew aus dem Kältetiefschlaf geweckt wurde, landet man auf der Mond eines Gasriesen und stößt dabei auf ein ein anscheinend notgelandetes Raumschiff. Bei einer näheren Untersuchung findet man im Bauch des Schiffes eine Unzahl von Eiern, deren Herkunft rätselhaft ist. Als eines der Besatzungsmitglieder von Inhalt eines Eis angefallen wird, ahnt noch niemand, was auf die Crew der Nostromo zukommen wird...

Es waren einmal zwei junge Drehbuchautoren, die die wahnwitzige Idee hatten, drei ihrer Drehbücher bei einem großen Majorstudio einzureichen. Dabei handelte es sich um SciFi-Stoffe, die damals eigentlich nicht so hoch im Kurs standen. Doch der Erfolg von STAR WARS im Jahr 1977 änderte alles. Schon kurz danach begann man sich bei der 20th Century Fox nach einem möglichen Nachfolgestoff umzusehen, denn eine mögliche Fortsetzung von STAR WARS war noch in der Entstehung. Das Produzententeam David Giler, Walter Hill und Gordon Carroll sahen sich noch einmal die drei Drehbücher der von Ron Shussett und Dan O'Bannon an und entschieden sich für einen Entwurf mit dem Namen Starbeast. Total Recall und Minority Report viele Jahre später verfilmt werden. O'Bannon und Shussett hatten ihren Starbeast-Entwurf an eine Geschichte von von Alfred E. van Vogt angelehnt, in der ebenfalls ein fremdes Wesen vorkommt, dass sich aus dem Brustkorb eines Menschen hervorarbeitet. Beim Rest ließen sie sich von klassischen Horrorstoffen inspirieren und mixten diese zu einem neuen Drehbuch zusammen, das den Namen ALIEN trug.

Nachdem die Story nun stand, machte man sich auf die Suche nach einem Regisseur für diesen Stoff. Man entschied sich für den Engländer Ridley Scott, der mit THE DUELLISTS auf sich aufmerksam gemacht hatte. Sein ungewöhnlicher visueller Stil war es, der dafür den Ausschlag gab. Scott hatte bis dahin, neben einigen TV-Projekten, über 1000 Werbespots inszeniert. Um Scott herum scharte sich bald auch ein Team, das mit den Vorbereitungen der Dreharbeiten begann. Allerdings fehlte noch eine wichtige Komponente. Wie sollte das Monster aussehen?

Dan O'Bannon hatte schon bereits eine feste Vorstellung als er Scott den Bildband Necronomicon von H. R. Giger zur Ansicht gab. Der Regisseur wusste ganz genau, dass er damit nicht nur denjenigen gefunden hatte, der das Alien kreieren würde, sondern auch jemanden, der dem ganzen Film einen neuen Touch verleihen würde. So entwarf und baute Giger nicht nur das Alien, sondern auch das fremde Raumschiff, auf das die Crew der Nostromo stoßen würde.

Da die Centfox für den Film nicht soviel Geld zu Verfügung stellen wollte konzentrierte man sich bei der Auswahl der Darsteller auf Leute, die zwar schon gute Arbeit abgeliefert hatten, aber noch nicht so bekannt waren (was heute auch noch oft bei Effektfilmen gemacht wird). Tom Skerritt spielte zwar den Kommandanten der Nostromo, aber die wirkliche Hauptperson war eigentlich der 1. Offizier mit den Namen Ripley. Erst kurz vor dem Beginn der Dreharbeiten war aus ihm ein weiblicher Charakter geworden, der mit der noch damals relativ unbekannten Sigourney Weaver besetzt wurde. Dazu kam noch eine Cast mit Charakterdarstellern wie Harry Dean Stanton, Yaphet Koto, Ian Holm und John Hurt.

Als der Film 1979 in die Kinos kam, hatte die Centfox zuerst sehr gemischte Gefühle, die sich relativ schnell verflüchtigten. ALIEN wurde an der Kinokasse ein großer Erfolg und zu einem der ganz großen Kultfilme des SF-Genres. Ridley Scott vollbracht es mit wenigen visuellen Mitteln eine Atmosphäre des Terrors zu schaffen, die seinesgleichen bis heute noch sucht. Obwohl das Alien im Film nur selten zu sehen ist, fühlt man seine Präsenz in jeder Sekunde. Hinzu kommt noch eine klaustrophobische Inszenierung, die dem Zuschauer keinen Ausweg lässt. Man muss ich sich einfach auf die Story einlassen und sich mittragen lassen. Mit einem Minimum an Brutalität bietet Scott einen Horror, wie man ihn in nachfolgenden Filmen nur selten erlebt hat. Rundherum ein richtiges Meisterwerk.

Bereits 2000 brachte Fox den Film zusammen mit den anderen in einer DVD-Box heraus, die allerdings nur wenig zufriedenstellend war. Für das 25jährige Jubiläum des Films ließ man sich dann etwas besonderes einfallen: die ALIEN QUADRILOGY. Kurz vorher war ALIEN noch einmal ins Kino gebracht worden, wobei Ridley Scott an dem Film einige Veränderungen vornahm, die er schon lange machen wollte. Scott hat dabei Szenen entfernt, die er für langatmig gehalten hat. Hinzu fügte er noch einige Sequenzen, die er in der alten Fassung gerne drin gehabt hätte. Das Endergebnis erinnert dann auch etwas mehr an seinen Cut von BLADE RUNNER, bei dem auch einige liebgewonne Sachen fehlten. ALIEN wirkt ist der neuen Fassung nun etwas straffer und ist auch eine Minute kürzer geworden. Allerdings ging dabei einiges von dem Flair, das den Film ausgemacht hat verloren. Der Zuschauer hat allerdings, anders wie bei anderen Filmen, die Möglichkeit sich eine Meinung zu bilden. Auf der Film-Disc befinden sich sowohl die Kinofassung als auch der Director's Cut.

Schon im Jahr 2000 wurden die ALIEN-Filme auf DVD veröffentlicht und schon damals konnte der erste Film der Reihe mit einem guten Transfer beeindrucken. Die neue Bearbeitung des Masters übertrifft die alte auch nicht allzu sehr. Vielmehr hat man sich auf die augenscheinlichen Mängel der alten Version konzentriert und diese behoben. Die Schärfe bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau und lässt viele Einzelheiten hervortreten. Bei der Farbgebung fehlt der letzte Kick, aber das auch nur weil man die Farbe als Stilmittel mit Absicht etwas gedeckt gehalten hat. Ebenfalls erfreulich ist der sehr gut ausgewogene Kontrast, der vor allem bei den dunklen Szenen einiges erkennen lässt.

ALIEN stammt aus einer Zeit, in der Dolby Surround noch in den Kinderschuhen steckte. Für die Wiederaufführung mischte man den Film neu ab, so dass nun auch eine deutsche DTS-Spur vorhanden ist, die aber relativ unnötig ist. Die Dialoge klingen in der deutschen Fassung etwas dumpf und teilweise werden sie von den guten Umgebungsgeräuschen überlagert. Einzig bei der englischen Fassung merkt man wirklich, dass man an den Ton Hand angelegt hat. Zwar bekommt man kein Effektgewitter wie bei neueren Filmen geboten, das Ergebnis kann sich allerdings sehen lassen. Allerdings ist die englische Fassung in jedem Fall den deutschen Tonspuren vorzuziehen.

Bei der Sonderausstattung der Film-DVD hat man gegenüber der alten Fassung einige Abstriche gemacht. So blieben die beiden Soundtrackspuren auf der Strecke. Dafür gibt es nun einen neuen Audiokommentar, in dem das ganze Team zu Wort kommt. In einer kleinen Einführung erklärt Scott auch warum er ALIEN neu Außerdem wurde noch ein Verzeichnis der geschnittenen Szenen hinzugefügt, um den Unterschied zwischen den beiden Fassungen herauszustellen.

Die zweite Disc ist voll und ganz den Dokumentationen vorbehalten. Dabei hat alles in drei Kategorien eingeteilt, durch die man sich durcharbeiten kann. Den Anfang macht die Pre-Production, wo alles von der Entstehung der Story bis zu den Vorbereitungen der Dreharbeiten behandelt wird. Dabei kommen viele Leute zu Wort, die damals an der Produktion beteiligt waren. Selbst H. R. Giger konnte man für einige Statements gewinnen. Weiter geht es mit der Produktion. Hier bekommt man einen Einblick über die Arbeit von Giger am Set, der Entstehung der Dekorationen und erfährt näheres über die eigentliche Hauptfigur des Films, dem Alien. Die letzte Abteilung ist die Post-Production. Ein großes Thema in diesem Bereich ist der Schnitt, der von Terry Rawlings vorgenommen wurde. Ebenfalls einem großen Raum wird Jerry Goldsmiths genialer Musik eingeräumt, mit deren Umsetzung sich Scott etwas schwer getan hat. Man erfährt, dass der Altmeister und der Regisseur sich wegen des Soundtracks etwas überwarfen, weil Scott Musik aus einem anderen Goldsmith-Werk benutzen wollte (dem Score zu FREUD). Der Komponist konnte sich nur zum Teil durchsetzen, da nur wenig seines eigentlichen ALIEN-Scores im Film zu finden ist. Weiter geht es mit mit sieben Deleted Scenes, die es in keine der beiden Fassungen geschafft haben. Diverse Trailer und Fotogalerien schließen die Bonus-DVD ab. Übrigens kann man sich die ganzen Featurettes auch als eine große Dokumentation anschauen. Aber dafür muss man dann schon etwas Zeit mitbringen.

Es war klar, dass man sich zum 25jährigen Jubiläum von ALIEN etwas besonderes einfallen lassen musste. Zudem, weil man auch schon für die erste ALIEN-Box einige gute Kritiken bekommen hatte. Mit den ersten beiden DVDs der QUADRILOGY ist man noch einen Schritt weiter gegangen und bietet den Zuschauer einen umfassenden Überblick über die Entstehung des Films. Der Streifen beeindruckt mit einer sehr guten Qualität, die jedem Fan das Herz höher schlagen lässt. Mittlerweile sind die Filme aus der ALIEN QUADRILOGY-Box auch einzeln erhältlich, so dass man sagen kann, dass sich die Anschaffung von ALIEN: THE DIRECTOR'S CUT auf jeden Fall lohnt. Die Box selbst gehört auf jeden Fall in jede gute Filmsammlung.

Copyright by 20th Century Fox Home Entertainment

Titel: Alien - Director’s Cut

Originaltitel: Alien - Director’s Cut

Regie: Ridley Scott

Darsteller: Tom Skerritt, Sigourney Weaver, Veronica Cartwright, Harry Dean Stanton, John Hurt, Ian Holm, Yaphet Koto, Bolaji Badejo

Region: Region 2

Bildformat: 2.35 : 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch (DD 5.1), Deutsch (DD 5.1, DTS)

Special Features: Einführung von James Cameront, Audiokommentar mit Regisseur, Drehbuchautor, Producer, Cutter und Darstellern, Making of-Featuettes, Testszene, Deleted Scenes, u.v.m.

Fast 60 Jahre nach den Ereignissen in ALIEN wird das Raumschiff mit der tiefgefrorenen Ripley von einem irdischen Schiff gefunden. Nachdem der Erste Offizier der Nostromo wieder zuhause ist und sich etwas eingelebt hat, muss sie sich wegen des Verlusts des Frachters verantworten. Keiner glaubt ihr die Story von dem Alien, dass ihre Crew zur Strecke gebracht hat. Vor allem deswegen nicht, weil die Welt, auf dem die Nostromo-Besatzung das fremde Schiff gefunden hatte mittlerweile von Terraformern besiedelt ist. Als die Verbindung zur Kolonie abreißt, macht man Ripley das Angebot eine Einheit von Colonial Marines als Beraterin dorthin zu begleiten. Sie ergreift die Gelegenheit ohne zu ahnen, was auf die zukommt...

Nach THE TERMINATOR galt James Cameron als einer der großen neuen Shootingstars im Filmgeschäft. Keiner Wunder, denn der Film über einen Cyborg aus der Zukunft, der in der Vergangenheit die Mutter eines zukünftigen Führers zu töten, zeigte, dass man auch mit geringen Mitteln einen sehr guten Film machen kann. Cameron nahm das Angebot für ALIENS an und entwickelte eine Story, die etwas mehr militärisch orientiert war. Allerdings entwickelt sich die straff durchorganisierte Rettungsaktion zu einem wahren Fiasko. Dabei spielt der Regisseur und Drehbuchautor mit den gängigen Militärklischees genauso lässig wie mit der Storyline um die Aliens. Zudem führt er mit der Alien-Queen einen weitere Facette ein, die dem ganzen Werk noch eine weitere Dimension verleiht. So entsteht vor den Augen des geneigten Zuschauers eine großartige Mischung aus Action- und SF-Spektakel in einer Qualität, die man heute oft schmerzlich vermisst.

Aber auch die Auswahl der Darsteller ist interessant. Sicher, Sigourney Weaver als Ripley ist ein unverzichtbarer Faktor in dieser Sache, aber bei seiner sonstigen Auswahl verlässt er sich meist auf Leute, mit denen er schon zusammengearbeitet hat. Lance Henriksen hat bereits bei Camerons ersten Kinofilm PIRANHA II die Hauptrolle gespielt und war auch in THE TERMINATOR mit von der Partie. Für Michael Biehn war es der zweite Auftritt in einem Film des Regisseurs. Ebenfalls interessant ist Paul Reiser, der vor allem durch die TV-Serie MAD ABOUT YOU bekannt wurde. Er gibt den schmierigen Carter Burke auf eine erschreckend liebenswürdige Weise. Überhaupt zeigt James Cameron in seinem Film Charaktere, die im Gedächtnis bleiben, wie beispielsweise Vasquez (Jenette Goldstein) oder Hudson (Bill Paxton).

Für die Kinoverwertung musste James Cameron an ALIENS starke Kürzungen vornehmen, die von der Centfox gewollt waren. Erst 1991 erschien die eigentliche Fassung auf Video. Nach ihrem Erfolg wurde es immer üblicher, dass Regisseure nach einer gewissen Zeit ihre Vision eines Films auf den Markt warfen. Schon in der alten ALIEN-Box war die über 20 Minuten länge Special Edition enthalten. Aber dank der Seamless Branching-Technik war es möglich die Kinofassung und die Special Edition auf eine DVD zu packen.

Das Bild von ALIENS ist nicht so optimal wie das von ALIEN. Auffallend ist das Schärfeverhalten, dass den Film oft etwas zu weich darstellt. Auch der Einsatz eines Rauschfilters ist auffallend, da dadurch einiges von Details verloren ging. Auch leichte Nachzieheffekte sind zu bemerken, die aber kaum auffallen. Auch in diesem Film wurde Farbe als Stilmittel verwandt. James Cameron gab mit einem Blauton dem Ganzen einen kühlen Touch. Dennoch werden die Farben im Verlauf des Films sehr gut wiedergegeben. Das Gesamtergebnis ist zufriedenstellend.

Tonmäßig hat man einiges an dem Film getan, was vor allem an der wesentlich kräftiger abgemischten englischen Tonspur auffällt. Die deutsche Version wirkt insgesamt etwas flacher, kann sich aber für einen Film dieses Alters durchaus sehen lassen. Man muss bedenken, dass ALIENS aus einer Zeit stammt, in der es noch kein Dolby Digital 5.1 gab und der Film für das DVD-Release noch einmal neu abgemischt wurde. Es ist nur schade, dass man dabei weniger wert auf die deutsche Version gelegt hat.

Bei den Extras hielt man sich an das gleiche Grundkonzept wie bei ALIEN. Auf der ersten DVD befindet sich ein Audiokommentar, in dem Cast und Crew zu Wort kommen. Außerdem gibt es noch eine Liste der geschnittenen Szenen. Die zweite Disc teilt sich wieder in die Kapitel Pre-Production, Production und Postproduction auf. Zahlreiche Featurettes geben einen tiefen Einblick in die Entstehung des Films. Auch hier gibt es die Möglichkeit alles in einer großen Dokumentation abzuspielen. Das Bonusmaterial ist insgesamt sehr informativ, aber auch stellenweise etwas ermüdend, da viele bekannte Gesichter von der vorigen DVD zu Wort kommen. Teilweise wirkt alles ein wenig zu wohlwollend.

ALIENS – DIE RÜCKKEHR setzt den sehr guten Eindruck der QUADRILOGY nahtlos fort. Sicher, es gibt kleinere Mängel an Bild und Ton, aber das wird durch die Langfassung und die zahlreichen Extras wieder wettgemacht. Auf jeden Fall auch etwas für jede gute DVD-Sammlung.

Copyright by 20th Century Fox Home Entertainment

Titel: Alien - Die Rückkehr: Special Edition

Originaltitel: Aliens: Special Edition

Regie: James Cameron

Darsteller: Sigourney Weaver, Michael Biehn, Carrie Henn, Lance Henriksen, Bill Paxton, Paul Reiser, Jenette Goldstein, Mark Rolston, William Hope, Tom Woodruff, jr., u. a.

Region: Region 2

Bildformat: 1.85 : 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch, Deutsch (DD 5.1)

Special Features: Einführung von James Cameron, Audiokommentar Crew und Darstellern, Making of Featurettes, Fotogalerien, u.v.m.

Nachdem ein Feuer auf der SULACO ausgebrochen ist, werden die Überlebenden von ALIENS in ein Beiboot gepackt, dass auf der Strafkolonie Fiorina 161 notlandet. Als Ripley aus ihrer Bewußtlosigkeit erwacht wird sie mit der Tatsache konfrontiert, dass die beiden anderen Überlebenden bei der Notlandung ums Leben gekommen sind. Aber damit nicht genug, denn mit dem Beiboot ist noch ein blinder Passagier aufgetaucht, der sein Unwesen in der Strafkolonie treibt. Es beginnt ein Kampf ums nackte Überleben...

Die Entstehung von ALIEN 3 ist eine ziemlich verzwickte Sache, die einige Regisseure verschlissen hat. Ursprünglich sollte Renny Harlin sich an dem Projekt versuchen, was er aber nach einiger Zeit entnervt aufgab, da keiner der Drehbuchentwürfe ihn zufriedenstellen konnte. Danach folgte der Neuseeländer Vincent Ward, der sich wegen seiner kreativen Ansichten mit den Produzenten überwarf. Einmal war sogar Coproducer Walter Hill im Gespräch, der aber dann doch David Fincher den Vorzug gab. Auch die Drehbuchautoren gaben sich die Klinke in die Hand. Beispielsweise gab es auch einen Entwurf von William Gibson, der zwar nicht realisiert wurde, aber dessen Elemente im letztendlichen Produkt zu finden sind. So setzte sich ALIEN 3 aus einer zahlreichen Anzahl von Ideen zusammen, die alle mal Drehbuchentwürfe waren, wie beispielsweise die Idee der klosterartigen Vereinigung der Gefangenen aus dem Ward-Projekt.

David Fincher hatte das Problem bei den Dreharbeiten mit einem unfertigen Script zu arbeiten. Fincher, der sich vorher vor allem als Videoregisseur einen Namen gemacht hatte, legte sein ganzes Herzblut in das Projekt, was letztendlich zu einer Auseinandersetzung mit den Produzenten und der Centfox führte, die den Film so realisierten, wie er in die Kinos kam. Später distanzierte sich Fincher deutlich von seinem Erstling, weil er keinerlei kreative Gewalt über das Projekt hatte. Dies ist auch an der Tatsache zu bemerken, dass er an der Langfassung seines Films, die man auf der DVD findet, nicht beteiligt werden wollte. Die Fassung entstand ohne seinen Segen nach seinen Notizen und einer Arbeitskopie, die in den Archiven der Fox gefunden wurde. Die unfertigen Spezialeffekte wurden für die QUADRILOGY extra überarbeitet bzw. fertiggestellt.

Der Unterschied zwischen der Langfassung und der Kinofassung sind sehr deutlich. Allein schon das „Schlüpfen“ des Aliens aus einer Kuh zeigt deutlich, dass man es über weite Strecken mit einem anderen Film zu tun hat. Die Charaktere werden besser gezeichnet, die Gemeinschaft der Gefangenen genauer beschrieben und das Ende ist nicht mehr so hollywoodmäßig wie in der Kinofassung. Es entfaltet sich vor dem Auge des Zuschauers ein richtiges Meisterwerk, wie man es gerne im Kino gesehen hätte und zeigt, warum David Fincher heute den Ruf eines Meisterregisseurs besitzt. Der Betrachter besitzt durch die Seamless Branching-Technik die Möglichkeit beide Fassungen direkt miteinander zu vergleichen.

Auffallend an der Film-DVD ist das starke Bildrauschen, dass sich durch den ganzen Film zieht. Dabei geht einiges an Details verloren. Allerdings wird die durch einen sehr guten Kontrast und einer guten Farbgebung etwas kompensiert. Vor allem in dunklen Szenen zeigt das Bild einige Stärken. Auch die Schärfe kann insgesamt zufriedenstellen.

Man merkt dem Ton sofort an, dass ALIEN 3 aus einer Zeit stammt, in dem Surround kein Fremdwort ist. Sowohl die englische als auch die deutsche Tonspur beeindrucken durch einen interessanten Klangteppich, der begeistern kann. Die Effekte werden gut wiedergegeben und auch die Dialoge sind klar verständlich. In diesem Bereich überzeugt der Film auf jeden Fall.

Auch bei ALIEN 3 arbeitet man nach dem gleiche Konzept wie bei den anderen Bonus-DVDs. Allerdings fehlt hier die Einführung des Regisseurs, da, wie schon weiter oben erwähnt, David Fincher mit der Rekonstruktion seiner Version nichts zu tun haben wollte. So findet man auf der Film-Scheibe auch nur einen Audiokommentar von Crew und Cast als Extra.

Einen sehr informativen Einblick in die Arbeit Finchers und seiner Crew geben die Featurettes, die man sich entweder einzeln oder als große Dokumentation anschauen kann. In den Bereichen Pre-Production, Production und Post-Production bekommt man jede Menge Archivmaterial geboten, aber auch einige neuere Interviews. Dabei werden auch die ersten Entwürfe näher beleuchtet, denn die Regisseure Renny Harlin und Vincent Ward haben einiges über ihre Versionen zu erzählen. Aber auch H. R. Giger kommt nocheinmal zu Wort, der für diesen Film eine neue, stark überarbeitete Version seiner Schöpfung geschaffen hat. Bildergalerien runden die Bonus Features ab.

ALIEN 3 in der Langfassung ist die eigentliche Hauptattraktion der QUADRILOGY-BOX. Der Film unterscheidet sich sehr von der Kinofassung und gibt dem Zuschauer, dass, was er im Kino vermisst hat. Ähnlich wie die anderen DVDs ist auch dieser Film mittlerweile als Einzeltitel erhältlich.

Titel: Alien 3 - Special Edition

Originaltitel: Alien 3 - Special Edition

Regie: David Fincher

Darsteller: Sigourney Weaver, Charles Dance, Charles S. Dutton, Lance Henriksen, Paul McGann, Brian Glover, Pete Postlethwaite, Ralph Brown, Tom Woodruff, jr., u.a.

Region: Region 2

Bildformat: 2,35 : 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch, Deutsch (DD 5.1)

Special Features: Audiokommentar mit Crew und Darstellern, Making of Featurettes, Fotogalerien, u.v.m

Copyright by 20th Century Fox Home Entertainment

Nach den Ereignissen von Fiorina 161 gelingt es Wissenschaftlern an Bord eines militärischen Raumschiffs das Klonen von Ellen Ripley aus einer Blutprobe von ihr. Allerdings ist nicht die Wiederbelebung des ehemaligen Ersten Offiziers der Nostromo das Ziel, sondern vielmehr an das Alien Queen-Embryo heran zu kommen, dass sie in sich trägt. Ripley überlebt die Entnahme, ist aber nicht ganz sie selbst. Durch den Klonprozess wurde eine Mischung zwischen Mensch und Alien aus ihr, die sich nicht nur durch eine höhere physische Kraft unterscheidet. In einem gewagten Experiment werden neue Aliens erzeugt, die sich als hochintelligent und gefährlich erweisen. Als die Wesen aus ihren Gefängnissen ausbrechen, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn das Raumschiff ist auf dem Weg zur Erde und wenn keiner die Aliens aufhalten kann, dann sind die Tage der Menschheit gezählt...

Der Erfolg von DELICATESSEN und CITY OF LOST CHILDREN machten Hollywood auf den französischen Regisseur Jean-Pierre Jeunet aufmerksam, der einem breiten Publikum mittlerweile durch Filme wie DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE und MATHILDE – EINE GROSSE LIEBE bekannt ist. Jeunet setzt das Drehbuch von BUFFY-Schöpfer Joss Whedon auf eine sehr eigenwillige Weise um, die aber auch einen gewissen Reiz besitzt. Der unterschätzte Film bietet einen sehr düsteren Look, der nicht so sehr auf vordergründigen Horror setzt, sondern mehr subtil arbeitet. Dabei verleiht Jeunet dem ganzen einen interessanten Stil, der etwas an die klassischen SF-Comics von Moebius erinnert, der für den ersten ALIEN ebenfalls einige Designs entwickelt hat. Allerdings konnte Jeunet damals seine ganzen Vorstellungen nicht so umsetzen, wie er wollte. Dies lag zum Teil auch an der Hauptdarstellerin und Coproduzentin Sigourney Weaver, mit der der Regisseur einen schweren Stand hatte. Dennoch entspricht, wie Jeunet selbst in der Einführung zum Film sagt, der Film in seiner Kinofassung seinen Vorstellungen. Da aber auch für ALIEN 4 eine etwas überarbeitete Version für die QUADRILOGY geben sollte, gibt es für diesen Film einen neuen Anfang, den man 1997 noch nicht realisieren konnte und ein alternatives Ende, das ebenfalls für die DVD fertig bearbeitet wurde. Wie bei den anderen Filmen auch sind beide Versionen auf der DVD enthalten.

Auffallend beim Bild von ALIEN – DIE WIEDERGEBURT ist ein durchgängiges Bildrauschen und eine in verschiedenen Szenen auftretende Unschärfe, die einiges an Details verschluckt. Nichtsdestotrotz bekommt man hier das beste Bild der ganzen QUADRILOGY geboten, was aber nur daran liegt, dass der Film neueren Datums ist. Da Jeunet ein Regisseur ist, der Farbe und Kontrast gerne als Stilmittel einsetzt, fällt ein abschließendes Urteil über die Bildqualität schwer. Die kühle Farbgebung und der oft etwas steile Kontrast sind gewollt und nicht als Fehler zu betrachten. Beides unterstreicht nämlich den düsteren Grundcharakter des Films.

Der Ton lässt wenig zu wünschen übrig, auch wenn der Film anfangs etwas dialoglastig ist. In seinem Verlauf gewinnt der Klangteppich immer mehr an Breite und bietet gerade am Schluß ein Effektgewitter, wie man es von neueren Film gewohnt ist. Unangenehme Fehler sind nicht zu bemerken. Insgesamt klingt das Ergebnis sehr räumlich. Der deutsche DTS-Ton klingt etwas kräftiger als sein Dolby Digital-Pendant, aber auch die englische die Spur hat einen großen Reiz. Zwar wäre es bestimmt möglich gewesen etwas mehr Druck herauszumischen, aber das Gesamtergebnis ist sehr befriedigend.

Neben der schon erwähnten Einführung von Jean-Pierre Jeunet findet man auch bei dieser Film-DVD der Reihe einen Audiokommentar mit Cast und Crew sowie ein Schnittverzeichnis. Der Rest setzt sich in bewährter Form auf der zweiten DVD von ALIEN 4 fort. Dabei ist die Qualität gleichbleibend gut und setzt die Hintergrundgeschichte der Saga nahtlos fort. Man erfährt vieles über die Arbeit an dem Film, was sehr interessant und informativ ist.

ALIEN – DIE WIEDERGEBURT reiht sich nahtlos in die Reihe der QUADRILOGY ein. Jeunets Film ist sicherlich derjenige der Reihe, der am meisten polarisiert, weil sein Ruf bei vielen schlecht ist. Tatsächlich bekommt man SF-Kino mit einem französischen Touch geboten, an den man sich gewöhnen muss. Mehr als einen Blick ist er auf jeden Fall wert. Auch dieser Film ist mittlerweile als einzelne Doppel-DVD erhältlich.

Titel: Alien - Die Wiedergeburt: Special Edition

Originaltitel: Alien: Resurrection - Special Edition

Regie: Jean-Pierre Jeunet

Darsteller: Sigourney Weaver, Winona Ryder, Ron Perlman, Dan Hedaya, J. E. Freeman, Brad Dourif, Michael Wincott, Dominique Pinon, Gary Dourdan, Tom Woodruff, jr., u. a.

Region: Region 2

Bildformat: 2,35 : 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch, Deutsch (DD 5.1)

Special Features: Einführung von Jean-Pierre Jeunet, Audiokommentar Crew und Darstellern, Making of Featurettes, Fotogalerien, u.v.m.

Copyright by 20th Century Fox Home Entertainment
Copyright by 20th Century Fox Home Entertainment

Titel: Alien Quadrilogy Sonderausstattung

Originaltitel: Alien Quadrilogy Bonus Material

Regie:

Darsteller:

Region: Region 2

Bildformat: 1.33 : 1 & 1.85 : 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch (DD 2.0)

Special Features: Dokumentationen, Trailer, Laserdisc Archiv, u.v.m.

Die neunte und letzte DVD der ALIEN QUADRILOGY ist nur im Rahmen der Box erschienen und beinhaltet einen weiteren Schub an Special Features. Dabei handelt es sich um die sehr gute Dokumentation ALIEN: EVOLUTION des britischen Senders Channel 4 aus dem Jahr 2001, einem Interview mit Ridley Scott aus dem gleichen Jahr und den Trailer, Teaser und TV-Spots zu Serie. Ein besonderes Schmankerl sind die Extras der alten Laserdisc-Editionen der ersten beiden Filme, die einiges an Material zu bieten haben. Zwar wird insgesamt einiges noch einmal vorgeführt, was man schon bei den anderen DVDs gehört hat, aber insgesamt sind diese Extras nicht nur für den Sammler interessant. Ebenfalls auf dieser DVD enthalten ist eine längere Dokumentation über den Sammler Bob Burns, in dessen Besitz sich einiges an Props, Kostümen oder Dekorationen aus den ALIEN-Filmen befinden. Seine Führung durch sein kleines „Museum“ ist auf jeden Fall sehenswert. Den Abschluss der Extra-DVD bietet einen umfangreiche Bildergalerie mit den Covern und den Inhaltsangaben zur ALIEN-Comicserie von Dark Horse Comic.

Bild und Ton sind bei dieser DVD von sehr schwankender Qualität. Dies liegt zum größten Teil an dem alter des Ausgangsmaterials. Insgesamt können sie allerdings zufriedenstellen. Auch wenn die DVD auf den ersten Blick nicht unbedingt als nötig erscheint, bietet sie vor allem für den Sammler jede Menge Material, dass bei den anderen Scheiben gefehlt hat. Auf jeden Fall ist dieser Silberling auch einen längeren Blick wert.

Betrachtet man sich die ALIEN QUADRILOGY-Box in ihrer Gesamtheit, so muss man feststellen, dass man es mit einem der besten Titel zu tun hat, den 20th Century Fox Home Entertainment bisher veröffentlicht hat. Zwar wurden die ALIEN-Filme schon im Jahr 2000 in einer sehr schönen Qualität herausgebracht, aber die QUADRILOGY einfach mehr. Man bekommt, neben den Kinofassungen, auch wahlweise die längeren Versionen der Streifen geboten, was bei dem einen oder anderen Beitrag zur Serie etwas unnötig oder aufgesetzt erscheint. Allerdings bekommt man insgesamt das gesamte Franchise in einer sehr so ansprechenden Qualität geboten, dass man sich für andere Titel, wie beispielsweise die STAR WARS-Box, eine ähnliche Vorgehensweise gewünscht hätte. Die ALIEN QUADRILOGY ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen.

 

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