Copyright by Parmaount Home Entertainment.

Titel: Star Trek I - Der Film: Director’s Edition

Originaltitel: Star Trek I: The Motion Picture - Director’s Edition

Regie: Robert Wise

Darsteller: William Shatner, Leonard Nimoy, DeForrest Kelley, James Doohan, Walter Koenig, George Takei, Nichelle Nichols, Persis Khambatta, Stephen Collins

Region: Region 2

Bildformat: 2.35: 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch, Deutsch (DD 5.1)

Special Features: 3 Dokumentationen, Teaser, 2 Trailer, 8 TV-Spots, 16 Deleted Scenes, Storyboards, Promospot zu ENTERPRISE.

Mehr als ein Jahrzehnt war verstrichen als Paramount sich nach langem Gerangel entschloss STAR TREK auf die Leinwand zu bringen. Obwohl zuerst nur als Fernsehserie geplant, war es STAR WARS, der der Serie den Weg ins Kino geebnet hatte. Der Megaerfolg von George Lucas zeigte den Studios wo es lang ging und jeder Major wollte sein eigenes Prestigeobjekt haben. Bei Paramount war es STAR TREK, heute eines der großen Flaggschiffe der Filmgesellschaft.

Die Adaption von Robert Wise bestach im Kino durch grandiose Special Effects von Douglas Trumbull (2001) und John Dykstra (STAR WARS, SPIDER-MAN), einem mittlerweile legendären Soundtrack von Jerry Goldsmith und einem unausgegorenen, langatmigen Drehbuch, das eigentlich für eine TV-Episode gedacht war. Da die Produktion unter einer starken Kostenexplosion (heute munkelt man, dass er rund 40 Millionen Dollar gekostet hat) und einem zu früh gesetzten Produktionsschluss litt, konnte der Veteran Wise seine Vorstellungen nicht richtig durchsetzen. Zwanzig Jahre später durfte er noch mal ran, um seine Vorstellungen zu verwirklichen.

Auf der DVD befindet sich also nicht die alte Kinofassung oder die erweiterte TV-Fassung, sondern ein Neuschnitt, der beide Versionen verbindet. Wise straffte die Handlung ein wenig, das Bild und der Ton wurde restauriert und die Spezialeffekte teilweise überarbeitet. Dabei war man so effizient, dass bei den Arbeiten die originalen Negative des Films schwer beschädigt wurden.

Wer jetzt aber einen bildlichen Quantensprung auf der DVD erwartet, der wird bitter enttäuscht. Das Bild wirkt etwas verwaschen und zeichnet sich stellenweise durch ein starkes Rauschen aus. Selbst die neuen Effektsequenzen passen sich nahtlos in die schlechte Qualität ein, so dass sie wenig auffallen. Eigentlich enttäuschend für eine restaurierte Fassung. Aber warum das schlechte Bild? An dem Platz auf der kann es nicht gelegen haben, denn da ist noch jede Datenspeicher vorhanden, der nicht genutzt wurde. Zufriedenstellen kann aber der Ton. Jerry Goldsmith Soundtrack ist sehr gut abgemischt und auch die Geräusche kommen sehr gut rüber. Nur sollte man auch hier seine Ansprüche zurückschrauben, denn immerhin ist das Material über 20 Jahre alt, stammt also aus einer Zeit als Dolby Surround im Film noch in den Kinderschuhen steckte. Dennoch wurde ein beachtliches Ergebnis erzielt.

Das einzige Extra auf der ersten DVD ist ein Audiokommentar mit Robert Wise, Stephen Collins, DouglasTrumbull, John Dykstra und Jerry Goldsmith, dessen Informationsgehalt hoch ist. Allerdings ist ihm anzumerken, dass einige Leute bei seiner Aufnahme nicht zusammen im Studio waren. Dennoch sehr hörenswert. Auf der zweiten DVD findet man die weiteren Extras. Allen voran steht eine Dokumentation in 3 Teilen über die Entstehung von STAR TREK I, die sehr gelungen ist. Desweiteren kann man sich noch an einem Teaser, dem Kinotrailer und dem Trailer der Director’s Edition erfreuen. Weiter geht es mit 8 TV-Spots, einem Storyboard Archive und einem Promo-Spot zur neuen STAR TREK-Serie ENTERPRISE. Die Highlights der Bonus-DVD sind allerdings jene Szenen, die nicht mehr für Director’s Edition verwendet wurde. Insgesamt sind es 16 Sequenzen, die interessanterweise ist einer besseren Bildqualität vorliegen wie der Film auf DVD 1. Zudem sind sie anamorph zu sehen.

Die Doppel-DVD von STAR TREK I ist eine zwiespältige Sache. Zwar sind der Ton und die Extras schon beachtlich, aber der Knackpunkt bleibt das Bild des Films. Es bleibt zu hoffen, dass die Director’s Edtion von STAR TREK II, die im nächsten Jahr erscheinen soll, in diesem Punkt besseres zu bieten hat. Ansonsten kann man zufrieden sein.

DVD-Reviews
Hauptseite

Titel: Star Trek: Nemesis

Originaltitel: Star Trek: Nemesis

Regie: Stuart Baird

Darsteller: Patrick Stewart, Jonathan Frakes, Brent Spiner, LeVar Burton, Gates McFadden, Michael Dorn, Marina Sirtis, Tom Hardy, Ron Perlman, Dina Meyer, u.a.

Region: Region 2

Bildformat: 2.35 : 1

Ton/Sprachen: Deutsch, Englisch (DD 5.1)

Special Features: Audiokommentar des Regisseurs, Making Of-Segmente, Deleted Scenes, u.a.

Copyright by Paramount Home Video

Der zehnte STAR TREK-Film beleuchtet eine Volk aus dem Franchise, das über viele Jahrzehnte hinweg etwas stiefmütterlich behandelt wurde: die Romulaner. Nachdem der bisher unbekannte Shinzon den romulanischen Senat aus dem Weg geräumt hat, steht seiner Machtübernahme nichts mehr im Wege. Unterstützt vom Militär und der versklavten Bevölkerung der Remaner, die auf dem Nachbarplaneten von Romulus leben, wird der zum neuen Konsul des Imperiums. Er macht der Föderation ein Friedensangebot. Diese schickt daraufhin Captain Jean-Luc Picard und die ENTERPRISE nach Romulus, um die Absichten des neuen Machthabers zu prüfen. Picard ahnt jedoch nicht, dass man ihm dort schon eine Falle gestellt hat, die ihn ganz persönlich betrifft.

Bei STAR TREK: NEMESIS wollte man die Fehler vermeiden, die man beim vorangegangenen Film begangen hatte. So wurde der Regiestuhl diesmal an Stuart Baird vergeben, der, nach eigener Aussage, mit STAR TREK nicht viel am Hut hatte. Baird, der sich in den letzten Jahren mit Actionfilmen wie EXECUTIVE DECISION (Einsame Entscheidung) oder U.S. MARSHALS (Auf der Jagd) einen Namen gemacht hat, ist eigentlich von Haus aus Cutter. Vor allem seine Zusammenarbeit mit Richard Donner (THE OMEN, SUPERMAN, LETHAL WEAPON) hat ihn bekannt gemacht. Baird hat ein sehr gutes Gefühl für Timing, was sich auch bei diesem Film bemerkbar macht. Das Drehbuch stammt diesmal von John Logan, einem der zahlreichen Autoren des epischen Dramas GLADIATOR. Es ist durchsetzt mit zarten Andeutungen, die jedem STAR TREK-Fan das Herz höher schlagen lassen. Allerdings steht auf der anderen Seite der Aufguss alter Ideen, die man schon in STAR TREK II gesehen hat. Dies ist dann auch der Film, den man getrost als das große Vorbild für NEMESIS sehen kann. Die Parallelen sind sehr offensichtlich. Schade, denn ein wenig mehr Originalität hätte dem Film gut getan.

Bei der Auswahl der Schauspieler hat man allerdings einige Glücksgriffe getan. Klar, die ENTERPRISE-Crew ist so gut wie immer, aber auch Tom Hardy als Shinzon weiß zu beeindrucken. Vor allem seine Ähnlichkeit mit Patrick Stewart ist schon frappierend. Ebenfalls mit von der Partie ist Ron Perlman, der jedem Genrefreund spätestens sei der TV-Serie THE BEAUTY AND THE BEAST bekannt ist und auch in Filmen wie DER NAME DER ROSE oder ALIEN: RESURRECTION zu sehen war. Wieder einmal ist er unter einem ziemlich dicken Make Up verborgen, weiß aber dennoch zu beeindrucken. Etwas zu klein geraten ist die Rolle von Dina Meyer (STARSHIP TROOPERS). Den Part der romulanischen Commander hätte man schon etwas weiter ausbauen können.

Die DVD beeindruckt gleich zu Beginn mit einem außerordentlich aufwendig gestalteten Menü mit zahlreichen 3-D-Ansichten der ENTERPRISE. Das Filmbild selbst ist so, wie man es von einem Film neueren Datums erwarten kann. Man erkennt keine Artefakte und der Kontrast ist sehr gut. Auch die Szenen auf der Wüstenwelt, die im sogenannten “Bleach-Bypass-Verfahren” gedreht wurden, sind toll umgesetzt. Zwar lässt die Schärfe manchmal etwas zu wünschen übrig, aber dennoch wirken vor allem die Spezialeffektszenen sehr plastisch. Man meint, die ENTERPRISE würde aus dem Fernseher herausfliegen.

Auch tonmäßig weiß der Film zu beeindrucken. Die Abmischung ist perfekt und sehr räumlich. Jerry Goldsmiths beeindruckender Soundtrack wird sehr gut wiedergegeben, ebenso wie die Toneffekte. Der Subwoofer wird ebenfalls sehr gut angesprochen. Ein leidiges Thema ist allerdings, wie bei fast allen STAR TREK-Filmen, die deutsche Synchronisation. Zwar haben Patrick Stewart, Brent Spiner, Michael Dorn und Gates McFadden ihre Originalstimmen, aber damit hat es sich auch schon. Die Übersetzung ist zwar einigermaßen gelungen, aber die Umsetzung der Sprecher ist wirklich ein Griff ins Klo. Dies fällt vor allem dann auf, wenn man sich den englischen Originalton reinzieht, bei dem die Dialoge viel differenzierter und vor allem emotionaler wirken. Wer des Englischen mächtig ist, sollte auf die deutsche Tonspur verzichten. Aber das sind STAR TREK-Fans ja mittlerweile schon gewohnt.

Paramount hat sich für die Extras einiges einfallen lassen. Kernstück ist der Audiokommentar von Stuart Baird, in dem er u.a. bedauert wenig Einfluss auf das Aussehen des Endproduktes gehabt zu haben. Weiter geht es mit einem Interview mit dem Regisseur, dem noch weitere mit der Crew folgen. Auch auf die Actionszenen wird in einer Featurette eingegangen. Abgerundet werden die Extras mit einer Bildergalerie und acht Deleted Scenes, bei denen u.a. auch ein alternativer Schluss dabei ist. Insgesamt eine sehr runde Mischung also.

Da STAR TREK: NEMESIS um rund 50 Minuten gekürzt wurde, muss jeder selbst entscheiden, ob er sich den Film kauft oder einfach wartet bis in einiger Zeit eine Director’s Edition erscheint. Gerade bei STAR TREK hat sich ja gezeigt, dass es lohnt zu warten, wie die Neuauflagen von STAR TREK II - IV zeigen. Auch von den anderen Filmen werden ähnliche DVDs folgen. Dennoch ist STAR TREK X ein sehenswerter Film.

Eine Kritik des Soundtracks von Jerry Goldsmith findet man hier

 

Star Trek: Der Film

Star Trek II: Der Zorn des Khan

Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock

Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart

Star Trek V: Am Rande des Universums

Star Trek: Nemesis

Copyright by Parmaount Home Entertainment.

Titel: Star Trek II - Der Zorn des Khan

Originaltitel: Star Trek II: The Wrath Of Khan

Regie: Nicholas Meyer

Darsteller: William Shatner, Leonard Nimoy, DeForrest Kelley, James Doohan, Walter Koenig, George Takei, Nichelle Nichols, Kirstie Alley, Bibi Besch, Paul Winfield, Ricard Montalban, u.a.

Region: Region 2

Bildformat: 2.35: 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch (DD 5.1) , Deutsch (DD 2.0)

Special Features: Audiokommentar, Textkommentar, Design des Khan, Visuelle Effekte, Interviews, u.v.m.

Auffallend am zweiten Teil der STAR TREK-Filme ist mit Sicherheit der andere Look. Kein Wunder, denn Paramount wählte mit Harve Bennett einen erfahrenen Produzenten aus, der vor allem das Budget klein halten sollte. Bei STAR TREK I waren die Kosten in der Postproduction-Phase regelrecht explodiert und es wird gemunkelt, dass er damals mehr als 40 Millionen Dollar gekostet hat. Sowas wollte Paramount unter allen Umständen verhindern. Mit Nicholas Meyer holte man einen Regisseur an Bord, der zwar schon erste Erfolge zu verbuchen hatte, aber einem breiteren Publikum noch relativ unbekannt war. Allerdings hatte er mit TIME AFTER TIME einen beachtlichen SF-Film hingelegt. Für die Spezialeffekte verpflichtete man ein kleines Trickstudio, dass sich mit Filmen STAR WARS und JÄGER DES VERLORENEN SCHATZES einen Namen gemacht hatte: George Lucas ILM. Der zweite STAR TREK-Film konnte in Fahrt kommen.

Um die Fans gleich an den Film zu binden, dachte man sich, ein Spin Off einer TV-Episode zu machen. Man entschied sich für die Folge SPACE SEED, in der Khan Noonien Singh aufgetaucht war. Mit ihm hatte man einen Feind gefunden, der ein gewisses Format besaß. Drehbuchautor Jack B. Sowards und Harve Bennett entwickelten eine Fortsetzung, die sehr actionlastig ist. Khan gelingt es vom Planeten Ceti Alpha 5 zu fliehen. Er kapert die RELIANT, die für das Genesis Projekt einen geeigneten Planeten suchen soll. Der genetisch modifizierte Schurke will Genesis an sich bringen, um sein einziges Ziel zu erreiche: seine Rache an Captain James T. Kirk.

STAR TREK II zeigt in eindrucksvoller Weise eine der großen Stärken des Franchise. Im Grunde genommen handelt es sich nicht um eine SF-Story, sondern vielmehr um die Jagd eines Mannes nach seiner Rache. Dabei ist es egal wer sich ihm in den Weg stellt. Nicholas Meyer geht in seinem Film ein wenig von dem üblichen STAR TREK weg. Die ENTERPRISE wirkt vielmehr wie ein U-Boot, das von seinem Gegner gejagt wirkt. Der Film ist düsterer und kompromissloser als einige seiner Nachfolger, was ihn auch für nicht STAR TREK-Fans interessant macht. Obwohl ein Teil der Spezialeffekte aus dem ersten Teil recycelt wurde, hat ILM eine sehr gute Arbeit abgeliefert. Selbst über 20 Jahre nach seiner Entstehung wissen sie zu beeindrucken und zeigen, dass ein Shot mit einem richtigen Modell immer noch besser aussieht wie eine Computeranimation. Ken Ralston und sein Team, das bis STAR TREK IV die Serie betreute, zeigt hier, warum sie heute zu den ganz großen Effektmachern gehören. Ralston ist mittlerweile nicht mehr bei ILM, sondern ist Chef bei Sony Imageworks, die u.a. die Effekte bei den SPIDER-MAN-Filmen betreut haben. Außerdem war Ralston auch verantwortlich für die Robert Zemeckis-Filme FORREST GUMP und CONTACT.

Für die Rolle des Khan konnte man mit Ricardo Montalban den Originaldarsteller aus der TV-Episode verpflichten. Die Präsenz, die der alte Hollywoodstar ausstrahlt macht einen wesentlichen Teil der Filmatmosphäre aus. Außerdem gibt die CHEERS-Darstellerin Kirstie Alley in diesem Film als Saavik ihr Filmdebüt. Leider spielt Alley die vulkanisch-romulanische Starfleetangehörige nur in diesem Film, denn sie verleiht der Figur eine Gestalt, die ihre Nachfolgerin leider nicht mehr erreichte.

Ähnlich wie bei STAR TREK I handelt es sich bei dem Doppel-DVD-Set um eine so genannte Director’s Edition. Auch STAR TREK II ist etwas länger als die alte Kinofassung. Allerdings sind es nur 4 Minuten, die hinzugefügt wurden. Dabei handelt es sich vor allem um Charakterszenen, die man teilweise auch im Filmroman von Vonda McIntyre nachlesen konnte.

Die Bildqualität ist für einen Film, der schon mehr als 20 Jahre auf dem Buckel hat beeindruckend. Man bemerkt zwar den Einsatz eines Rauschfilters, doch die Schärfe und die Farbenpracht machen Spaß. Vor allen in den Szenen im Mutara Nebel bekommt man einiges geboten. Das Bild ist stellenweise so gut, dass man einige Macken der Spezialeffekte feststellen kann, wenn man genau hinsieht. Das neue Material fügt sich nahtlos in das vorhandene ein. Paramount zeigt einmal mehr, wie eine Filmrestauration aussehen kann, wenn man es richtig anpackt.

Nur die englische Tonspur liegt in Dolby Digital 5.1 vor. Allerdings spielt sich die Show meistens auf den Frontlautsprechern ab. Aber vor allem die Musik von James Horner zeigt, dass man auf die Kanalverteilung wert gelegt hat. Die deutsche Dolby Surround-Spur ist zwar nicht ganz so mächtig, aber dennoch qualitativ hochwertig. Zum Glück hat man kein Upmix gemacht, denn das Endergebnis ist mehr als ausreichend.

Die Extras werden auf der ersten DVD mit einem Audiokommentar von Nicholas Meyer und einem Textkommentar von Michael Okuda eröffnet, die beide einiges an Informationen zu bieten haben. Die zweite DVD bietet mit dem Captain’s Log ein sehr ausführliches Making of, das einiges der Hintergründe der Entstehung des Films zeigt. Dabei kommen fast alle Verantwortlichen zu Wort. In Designing Khan wird auf den Production Designer Joe Jennings eingegangen, der für den Look des klassischen STAR TREK verantwortlich war. Ken Ralston weiss in Visuelle Effekte einiges über seine Arbeit an dem Film zu erzählen. Der Zuschauer bekommt dabei einiges an Bildern zu sehen, die man normalerweise nicht zu sehen bekommt. In der Abteilung Das Star Trek Universum wird ein wenig auf das Phänomen STAR TREK eingegangen. Hier kommen die Autoren Julie Ecklar und Greg Cox zu Wort, die zeigen was passieren kann, wenn man ein professioneller Trekkie ist. Die Storyboards und der Trailer runden die Extras ab. Was auf den ersten Blick vielleicht nicht so reichhaltig aussieht erweist sich bei näherem Hinsehen als sehr informativ. Man bekommt Informationen auf einem hohen Niveau geboten, was man bei einigen anderen Produktionen oft vermisst.

Schaut man sich das Doppel-DVD-Set in seiner Gesamtheit an, dann bekommt man wirklich einiges für sein Geld geboten. Der Fan wird erschöpfend unterhalten und informiert, denn er bekommt einen umfassenden Einblick in die Entstehung von STAR TREK II. Auf jeden Fall ein sehr lohnenswerter Titel.

Copyright by Parmaount Home Entertainment.

Titel: Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock

Originaltitel: Star Trek III: The Search For Spock

Regie: Leonard Nimoy

Darsteller: William Shatner, Leonard Nimoy, DeForrest Kelley, James Doohan, Walter Koenig, George Takei, Nichelle Nichols, Merritt Buttrick, Christopher Lloyd, Robin Curtis, u.a.

Region: Region 2

Bildformat: 2.35: 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch (DD 5.1) , Deutsch (DD 2.0)

Special Features: Audiokommentar, Textkommentar, Making Of, Terraforming, u.v.m.

Nachdem Spock in STAR TREK II sein Leben für die Crew der ENTERPRISE gelassen hat, wurde sein Sarg ins All geschossen. Dies geschah in der Nähe des Planeten Genesis, der ihn in seine Bahn zog und auf der Oberfläche landen ließ. Inzwischen kehr die angeschlagene ENTERPRISE ins Raumdock zurück. Captain Kirk will mit seiner Crew nach den Reparaturarbeiten wieder aufbrechen, doch Starfleet sieht das anders. Das legendäre Raumschiff soll außer Dienst gestellt werden. Zur gleichen Zeit kämpft Dr. McCoy gegen massive mentale Probleme, die durch eine Gedankenverschmelzung mit Spock herrühren. Diese geschah kurz vor dem Tod des Vulkaniers, der damit seinen Geist im Gehirn des Arztes untergebracht hat. Kirk und seine Crew brechen gegen alle Widerstände zum Planeten Genesis auf und riskieren dabei ihre Karrieren, weil sie die ENTERPRISE einfach aus dem Raumdock entführen. Sie wollen ihren Freund retten.

Lieutenant Saavik und Dr. Marcus, der Sohn Kirks, befinden sich derweil auf den Planen Genesis und finden dort den Körper eines Kindes. Es altert rapide und es stellt sich heraus, dass Spocks Körper durch den Genesis Effekt wieder regeneriert wurde. Doch auch die Klingonen interessieren sich für den Planeten. Sie zerstören das Schiff der beiden. Sie nehmen Saavik und Marcus als Geiseln. Sie sollen um jeden Preis die Informationen über Genesis preisgeben.

STAR TREK III beeindruckt mit sehr guten Spezialeffekten. Allein schon die Einflugsequenz in das gigantische Raumdock sind schon sehenswert. Ken Ralston und seine Leute lieferten eine perfekte Arbeit ab, die in den 80er Jahren allerdings von vielen STAR TREK-Fans bemängelt wurde. Für ihren Geschmack sahen einige der Raumschiffe zu gebraucht, zu STAR WARSmäßig aus. Doch genau das macht das Flair des Films aus. Der Höhepunkt des Films ist die Zerstörung der ENTERPRISE, die den geneigten Zuschauer doch etwas schmerzt.

Leonard Nimoy gab mit diesem Film sein Regiedebüt. Gleichzeitig wurde er mit dieser Möglichkeit auch wieder in die Rolle von Spock zurückgebracht, obwohl er erst am Ende auf der Leinwand auftaucht. Auch wenn die Geschichte ihre Längen hat, setzt sie sich sehr gut mit den verschiedenen Charakteren auseinander und vertieft den Einblick in die Beziehung Kirk/Spock.

Auf der DVD befindet sich normale Kinoversion, die so ist, wie es Leonard Nimoy vorschwebte. Es gibt also diesmal keine Director’s Edition. Auch bei diesem Film zeigt Paramount, dass man es bei ihnen versteht mir älteren Filmen umzugehen. Der mittlerweile zwanzig Jahre alte Streifen macht ein prächtiges Bild, an dem es nicht viel auszusetzen gibt. Die Farben sind kräftig und die Bildschärfe, bis auf einige kleineren Mängeln, nahezu perfekt. Auch Verschmutzungen sind nicht festzustellen. Auch der Ton kann sehen lassen, auch wenn zwischen der deutschen Fassung in Dolby Surround und der englischen in Dolby Digital 5.1 kein großer Unterschied zu hören ist. Allein die Musik von James Horner ist im Original etwas breiter abgemischt worden.

Der geneigte Filmfan wird sich noch mit Grauen an die deutsche Fassung erinnern, die ein Beispiel für eine schlechte Synchronisation ist. So wurden die Passagen, in denen die Klingonen sich in ihrer Sprache unterhalten, einfach mitsynchronisiert. Dies führte zu einiger Verwirrung und zu einigen Unmut. Tja, die Zeiten sind vorbei. Man muss Paramount ein großes Lob aussprechen, denn auf der DVD-Fassung sprechen die Klingonen klingonisch und sind untertitelt. Die deutsche Fassung wurde in dieser Beziehung etwas überarbeitet. Damit wurden die Fans hoffentlich etwas versöhnt.

Für den Audiokommentar zur ersten DVD des 2-DVD-Sets hat man neben Leonard Nimoy auch Produzent Harve Bennett, Kameramann Charles Correll und die Saavik-Darstellering Robin Curtis bekommen können. Auch der mittlerweile obligatorische Textkommentar von Michael & Denise Okura ist wieder enthalten.

Auf der zweiten DVDs befinden sich dann wieder die überaus gut recherchierten Dokumentationen. Den Anfang machen Terraforming und die Oberste Directive, wo auf die Hintergründe von Genesis und einem der obersten Grundsätze in STAR TREK eingegangen wird. Für diesen Part konnte man u.a. den SF-Autor David Brin gewinnen, der einiges interessantes beizusteuern hat. Im Captain’s Log wird auf die Entstehung des Films eingegangen, was ebenfalls sehr informativ ist. Das Star Trek Universum bietet drei Dokumentationen zu den Spezialeffekten, der klingonischen Sprache, die von Marc Okrand entwickelt wurde und dem Kostümdesign. Außerdem findet man in diesem Menü noch ein verstecktes Feature, das sehr sehenswert ist. Fotogalerien, der Kinotrailer zu STAR TREK III und der Trailer zu STAR TREK: NEMESIS runden die Extras ab.

Auch mit der Doppel-DVD von STAR TREK III hat Paramount bewiesen, dass dort das Franchise nach wie vor eine Größe ist. Kein Wunder, denn STAR TREK hat der Filmgesellschaft viel Geld gebracht und ist eines ihrer Flaggschiffe. Auch an diesem Set kann ein Fan nicht vorbeigehen.

Copyright by Parmaount Home Entertainment.

Titel: Star Trek VI - Zurück in die Gegenwart

Originaltitel: Star Trek IV: The Voyage Home

Regie: Leonard Nimoy

Darsteller: William Shatner, Leonard Nimoy, DeForrest Kelley, James Doohan, Walter Koenig, George Takei, Nichelle Nichols, Robin Curtis, Catherine Hicks, u.a.

Region: Region 2

Bildformat: 2.35: 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch (DD 5.1) , Deutsch (DD 2.0)

Special Features: Audiokommentar, Textkommentar, Making Of, u.v.m.

Ein fremde Sonde aus den Tiefen des Alls taucht über der Erde auf und sendet Signale aus, die fatale Folgen für den Planeten haben. Es stellt sich heraus, dass die Signale nicht für die Menschheit gedacht, sondern an die Wale gerichtet sind. Der Sonde gelingt es sowohl Starfleet als auch die Erde aktionsunfähig zu machen. Gleichzeitig macht sich die Crew der ENTERPRISE mit dem erbeuteten klingonischen Bird Of Prey auf, um sich auf ihrer Heimatwelt die Strafe für ihre Befehlsverweigerung zu stellen. Doch die Sonde kommt dazwischen und Captain Kirk sieht nur einen Weg: Er und seine Mannschaft müssen in die Vergangenheit reisen, um die Menschheit und die Föderation vor dem Untergang zu bewahren...

Der vierte Teil der STAR TREK-Filmserie stellt einen wichtigen Punkt im Franchise dar. Er bildet den Abschluss einer Trilogie, die mit STAR TREK II begann. Auch wenn man bemerkt, dass die Schauspieler etwas in die Jahre gekommen sind, wird dem Zuschauer einiges an Witz und Selbstironie geboten. Gleichzeitig ist dieser Beitrag nicht so effektlastig wie seine Vorgänger oder Nachfolger. Man bemerkt schon in den ersten Minuten des Films, dass man einen großen Wert auf die Story gelegt hat. Diese ist sehr durchdacht und wartet mit einigen überraschenden Wendungen auf. Einziges Manko an dem Film ist die total am Thema vorbeigeschriebene Musik von Leonard Rosenman, der die Stelle von James Horner eingenommen hat. Horner, der in STAR TREK III kreative Differenzen mit Regisseur Nimoy hatte, lehnte jegliche Zusammenarbeit mit ihm ab. Rosenman, immerhin verantwortlich für Klassiker wie REBEL WITHOUT A CAUSE, bietet zwar stellenweise solide Arbeit, besitzt aber weder den Reiz noch die Fantasie eines James Horners. Die jazzigen Stücke der Gruppe Yellowjackets ziehen den Score noch weiter runter, so dass einem richtige Schauer über den Rücken jagen.

Auch auf dieser Doppel-DVD liegt die Kinofassung vor, die der Vision des Regisseurs entspricht. Neu hinzugekommen sind allerdings die Widmung für die Opfer des Challenger-Katastrophe und der Titel des Films, wie er ursprünglich geplant war. Für die Kinoauswertung wurde die STAR TREK-Bezeichnung in den Untertitel verbannt. Allerdings fällt die Bildqualität etwas gegenüber den beiden Vorgängerfilmen zurück. So sind Helligkeits- und Farbschwankungen ist fast jeder Einstellung zu sehen. Auch der etwas unruhige Bildstand beim Vorspann macht keinen guten Eindruck. Ebenfalls auffallend ist eine Abnahme der Bildschärfe, die auf einen Rauschfilter schließen lässt. Hier hätte man etwas mehr Arbeit investieren können.

Am Ton merkt man dem Film an, dass man sich so langsam den Zeiten eines neuen Sounddesigns nähert. Er klingt in der Originalfassung satter und dynamischer. Es ist ein deutlicher Unterschied zur deutschen Dolby Surround-Fassung zu bemerken, die deutlich abfällt.

William Shatner und Leonard Nimoy bestreiten diesmal den Audiokommentar auf der ersten DVD. Auch der informative Textkommentar von Michael & Denise Okuda ist ebenfalls wieder vorhanden.

In der Abteilung Das Star Trek Universum findet man vier Dokumentationen. In der ersten Doku geht man auf das Phänomen der Zeitreise ein und ob es möglich ist solche zu unternehmen. Hierfür wurden drei Physiker interviewt, die einiges zu diesem Thema zu sagen haben. Weiter geht es mit Die Sprache der Wale, in der man einiges über Wale und das Meer erfährt. In Vulkanischer Leitfaden gibt die SF-Autorin Margret Wander Bonanno einen kleine Einblick auf Spock und die Vulkanier in der Serie. Bei dem Punkt Kirks Frauen kommen einige der Darstellerinnen zu Wort, die in der Serie und in den Filmen an der Seite des Captains zu sehen waren. Der Menüpunkt Production splittet sich in vier Dokumentationen auf, in denen auf die Enstehung des Films eingegangen wird. Im nächsten Menü bekommt man einen Einblick in die Enstehung der Spezialeffekte, wobei natürlich auch die Wale im Vordergrund stehen. Weiter es mit den Originalinterviews aus der Zeit der Veröffentlichung des Films. Unter Tribute wird Sarek-Darsteller Mark Lenard gewürdigt, dessen Wirken durch Interviews mit seiner Witwe und seiner Töchter nachgezeichnet wird. Den Abschluss bilden, wie gewohnt, Bildergalerien und der Trailer.

Man hat es wieder geschafft die Waage zwischen Film und Information halten. Dies ist zwar bei diesem Set nicht ganz so gut gelungen wie bei den Vorgängern, ist aber dennoch sehenswert.

Copyright by Parmaount Home Entertainment.

Titel: Star Trek V - Am Rand des Universums

Originaltitel: Star Trek V: The Final Frontier

Regie: William Shatner

Darsteller: William Shatner, Leonard Nimoy, DeForrest Kelley, James Doohan, Walter Koenig, George Takei, Nichelle Nichols, David Warner, Laurence Luckinbill, u.a.

Region: Region 2

Bildformat: 2.35: 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch, Deutsch (DD 5.1)

Special Features: Audiokommentar, Textkommentar, Making Of, u.v.m.

Auf dem Planeten des Galaktischen Friedens taucht ein Mann auf, der das Experiment der Föderation, der Klingonen und der Romulaner in Gefahr bringt. Mit seinen ungewöhnlichen Fähigkeiten bringt er die Leute hinter sich. Kein Wunder, denn Sybok ist ein Vulkanier, der der Logik abgeschworen hat. Starfleet gibt Captain Kirk und seiner Crew den Auftrag dort nach dem Rechten zu sehen, was Syboks Plänen entgegenkommt. Er braucht ein Raumschiff um seine Suche nach Gott fortzusetzen. Er weiß ganz genau er ihn zu suchen hat: Im Zentrum der Galaxis, das von einem undurchdringlichen Wall umgeben ist. Gleichzeitig macht sich ein klingonischer Renegat auf, um seinen Ruf zu polieren. Sein Ziel ist es die neue ENTERPRISE zu vernichten und Kirk zur Strecke zu bringen.

Nach Leonard Nimoy nahm William Shatner im Regiestuhl platz. Basierend auf seine Erfahrungen bei der TV-Serie T. J. HOOKER inszenierte er einen Film, der zwar stark an eine überlange TV-Episoden erinnert, aber dennoch stellenweise viel Witz besitzt. Unter den STAR TREK-Fans gilt er als der schlechteste der Classic-Filme, ist aber besser als sein Ruf. Jerry Goldsmith lässt seine grandiose Musik aus dem ersten Film wieder aufleben, wobei er meisterhaft mit neuen und alten Motiven spielt. Herman Zimmerman, der Produktionsdesigner der NEXT GENERATION, beginnt hier seine Brücke zwischen der neuen und der alten Serie zu schlagen. Aber auch das Kinorelease von STAR TREK V stand unter keinem guten Stern. Der Sommer 1989, in dem der Film in die Kinos kam, war einer der härtesten, die es je gegeben hatte. Shatners Film hatte das Pech kurz nach Steven Spielbergs INDIANA JONES 3 zu starten und kurz vor BATMAN und GHOSTBUSTERS II. Paramount dachte damals anscheinend, dass der etwas schwach geratene Film mit den Blockbustern mithalten konnte, was ein schwerer Fehler war.

Wahrscheinlich wegen dem schlechten Ruf und dem miesen Einspielergebnis wurde die von Shatner gewünschte Director’s Edition von STAR TREK V nicht realisiert. Dafür sind einige der Deleted Scenes später bei den Extras zu finden.

William Shatner und seine Tochter Liz, die als Regieassistentin mitarbeitete, bestreiten diesmal den Audiokommentar. Auch Michael & Denise Okuda wissen einiges interessantes in ihrem Textkommentar zu berichten.

Nachdem die Erstauflage des Films nicht mit einem anamorphen Bild aufwarten konnte, waren die Erwartungen an der Special Edition schon entsprechen hoch. Doch leider werden sie enttäuscht. Das Bild fällt deutlich gegenüber den Vorgängern an. Nicht nur, dass man Verschmutzungen am Master feststellen muss, auch jede Menge Artefakte sind zu bemerken. Auch der hohe Rauschwert des Bildes schmälert den Genuss entscheidend. Auch die Bildschärfe ist ein Punkt den man sehr bemängeln muss. Nach dem furiosen Start der Reihe bekommt man hier absolutes Mittelmaß geboten. Schade.

Auch wenn das Bild enttäuscht, der Ton tut das nicht. Zwar klingt das Upmix der deutschen Fassung nicht mehr ganz so frisch, macht aber dennoch einen guten Eindruck. Deutlich mehr hat man von der englischen Tonspur, die zeigt, was man aus einem fünfzehn Jahre alten Film noch herausholen kann. Das macht richtig Spaß.

Die Extras auf der zweiten DVD sind wieder sehr interessant. Das Star Trek Universum gibt in fünf Dokumentationen einen kleinen Einblick in die Entstehung des Films. Dabei stehen das Produktionsdesign und die Kosmischen Gedanken im Vordergrund. Unter Produktion bekommt man ebenfalls wissenswertes über die Produktion von STAR TREK V und einiges an Archivmaterial zu sehen. Weiter geht es mit den schon erwähnten Deleted Scenes. Insgesamt handelt es sich vier Stück, von denen die meisten Charakterszenen sind. Die üblichen Bildergalerien sowie zwei Trailer und mehrere TV-Spots schließen die Sektion ab.

STAR TREK V ist die bisher schlechteste Edition, die in der Reihe der STAR TREK-Filme erschienen ist. Auch wenn die Bildqualität nicht so toll ist, wird die Doppel-DVD durch die Extras und den Ton wieder herausgerissen. Dennoch hätte man doch etwas mehr Sorgfalt walten lassen können.