Live-Hörspiele haben in den USA solange Tradition wie es Radio gibt. In einer Zeit, in der es noch kein Fernsehen gab, unterhielt man die Menschen mit aufwendig produzierten Hörspielen, die Millionen vor die Radios lockten. Beispiele für diese Erfolge sind Serien wie THE SHADOW oder das Hörspiel WAR OF THE WORLDS von Orson Welles, dass sogar für real gehalten wurde. Mit Verbreitung des Fernsehens wurde diese Art der Unterhaltung zu einer antiquierten Form. Live-Hörspiele gibt es heute sehr selten. Um der ganzen Sache wieder etwas Leben einzuhauchen, haben die STAR TREK-Darsteller Leonard Nimoy (Spock) und John de Lancie (Q) die Truppe ALIEN VOICES ins Leben gerufen. Aufwendig werden hier klassische SF-Stoffe in der alten Tradition produziert und mit den Stimmen von Schauspielern ausgestattet. In dem vorliegenden Fall sind neben Nimoy und de Lancie noch Ethan Phillips (Neelix), Dwight Schultz (Barkley), Kurtwood Smith (STAR TREK VI) zu hören. Als spezieller Gaststar ist noch William Shatner (Kirk) mit dabei.
Über die Qualität der Vorlage von H. G. Wells braucht man keine Worte mehr zu verlieren. Der Roman gehört zu den großen Klassikern des Autors ähnlich wie TH WAR OF WORLDS oder THE INVISIBLE MAN. Das Script von Nat Segaloff und John De Lancie hält sich eng an den alten Roman. Die Performance der Sprecher ist glaubwürdig, aber vor allem De Lancie und Nimoy stehlen den anderen etwas die Show. Hinzu kommen noch ein guter Soundtrack und tolle Soundeffekte. Wenn man diese Elemente alles zusammen nimmt, bekommt man ein sehr hochwertiges Hörerlebnis. Zwei Stunden wird der Zuhörer auf die faszinierende Reise zum Mond entführt und kann sich, dank der plastischen Darstellungskunst der Sprecher, diese wirklich gut in seiner Fantasie vorstellen. So wird THE FIRST MEN IN THE MOON zu einem anspruchsvollen Hörspielerlebnis, dem man sich nur schwer entziehen kann und dem Vorstellungsvermögen auf die Sprünge hilft.