Titel: Der Untergang des Römischen Reiches

Originaltitel: The Fall Of The Roman Empire

Regie: Anthony Mann

Darsteller: Sophia Loren, Stephen Boyd, Christopher Plummer, James Mason, Alec Guinness, Mel Ferrer, Anthoy Quayle, Eric Porter, Omar Sharif, u.a.

Region: Region 2

Bildformat: 2.35 : 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch (DD 2.0), Deutsch Mono

Special Features: Trailer

Germanien um das Jahr 180 nach Christus. Marcus Aurelius will die Konflikte im Norden des Römischen Reiches endgültig beenden, damit man die Grenzen im Osten sichern kann. Ihm zur Seite steht der Tribun Livius, der für ihn seine Legionen führt. Doch Aurelius hat die Rechnung ohne eine Gruppe Verschwörer gemacht, die seinen Sohn Commodus auf dem Thron sehen will. Sie ermorden den Kaiser, um ihr Ziel zu erreichen. Livius, eigentlich vom Kaiser als sein Erbe ausgewählt, macht Commodus zu dessen Nachfolger. Doch er hat nicht mit der Machtgier und dem Größenwahn seines Freundes gerechnet. Hinzu kommt auch noch, dass Livius große Liebe, die Tochter des Imperators, mit dem König von Armenien verheiratet wird, um den Frieden im Osten zu sichern. Lucilla jedoch möchte den Willen ihres Vaters durchsetzen und Commodus vom Thron werfen, um Livius an seine Stelle zu setzen, dessen Ideen Rom zu neuem Ruhm verhelfen kann.

Die Geschichte kommt bekannt vor? Nicht nur inhaltlich ähnelt THE FALL OF THE ROMAN EMPIRE Ridley Scotts GLADIATOR. Auch im Aufwand steht er ihn im nichts nach. Man setzte nicht nur auf aufwendige Kulissen, sondern auch auf eine Schar von Darstellern, die aus diversen anderen Monumentalfilmen bekannt sind (wie beispielsweise Finlay Currey aus BEN-HUR oder Anthony Quayle aus LAWRENCE VON ARABIEN). Zwar besitzt das Drehbuch einige Längen, doch dies wird durch große Massenszenen wieder ausgeglichen. DER UNTERGANG DES RÖMISCHEN REICHES steht voll in der Tradition von QUO VADIS, BEN-HUR oder KÖNIG DER KÖNIGE und war einer der letzten Filme des Monumentalgenres, die auch ihr Geld einigermaßen einspielten. Ein sehr sehenswerter Film mit guten Darstellern, unter denen vor allem Christopher Plummer als halbverrückter Commodus brilliert. Doch die Zeit der großen Leinwandepen hatte sich überlebt. An der Kinokasse spielte der 19 Millionen Dollar teure Film (was für 1964 eine sehr hohes Budget war) nur einen Bruchteil seiner Kosten ein. Dies hatte zur Folge, dass er für sehr lange Zeit der letzte seiner Art seine sollte. Erst über 35 Jahre später erschien mit GLADIATOR wieder ein Sandalenepos auf der Leinwand.

Die deutsche DVD-Umsetzung stammt von Black Hill Pictures, die auch schon EL CID herausbrachten. Ähnlich wie bei dem Ritterepos liegt auch hier nun die ungekürzte Fassung vor, die zehn Minuten länger als die deutsche Kinofassung ist. Die entsprechenden Szenen sind deutsch untertitelt. Ansonsten sind außer einigen Textinfos und selbstgestrickten Trailern keine Extras auf dem Silberling zu finden.

Leider ist es Black Hill nicht gelungen eine einwandfreie Kopie des Films aufzutreiben. Es sind zahlreiche Schäden und Verschmutzungen am Master festzustellen. Die Bildqualität selbst ist etwas schwankend, wobei hauptsächlich er Kontrast oft etwas aus den Fugen gerät. Vor allem bei hellen Szenen fällt dies stark auf. Es ist auch der Einsatz eines Rauschfilters zu bemerken und das Bild wirkt oft einen Tick zu scharf. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass diese Version wesentlich besser ist als jene, die in England und Frankreich von dem Film herumgeistert. Die deutsche Tonspur liegt in Mono vor, wobei ihr Alter stark anzumerken ist. Der englische Ton ist in Stereo und klingt wesentlich frischer und besitzt sogar etwas Dynamik, vor allem wenn Dimitri Tiomkins genialer Soundtrack zu Einsatz kommt.

Als Fazit kann man sagen, dass DER UNTERGANG DES RÖMISCHEN REICHES qualitativ hinter BEN-HUR zurückbleibt. Dennoch ist das Ergebnis mehr als passabel und sehr sehenswert.

Copyright by Black Hill Pictures/EMS
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