Die Another Day
composed by David Arnold
Warner Bros. Records
Im Vorfeld der Dreharbeiten zu DIE ANOTHER DAY hielt sich kurzzeitig das Gerücht, dass Jerry Goldsmith die Musik für das Jubiläumsabenteuer des Superagenten machen würde. Der Altmeister hatte mit Lee Tamahori bereits mehrere Male zusammengearbeitet, aber es war klar, dass das Produktionsteam von Eon wieder auf David Arnold setzen würde. Sein dritter Beitrag in Folge für die Serie hat allerdings eindeutig seine Schwächen. Vor allem versucht er streckenweise gewollt modern zu wirken, was bei einigen Cues sehr unangenehm auffällt. Allerdings verliert Arnold nicht die große Tradition eines Bond-Soundtracks aus den Augen und beschwört mit barryesken Klängen alte Zeiten herauf. Besonders Stücke wie Some Kind Of Hero oder Antonov sind wirkliche Highlights in dem Soundtrack. Zwar kommt er nicht ganz an THE WORLD IS NOT ENOUGH oder TOMORROW NEVER DIES heran, ist aber dennoch interessant.
Anders sieht es da schon mit dem Titelsong von Madonna aus. Als Song aus der Feder der Künstlerin ist er eigentlich nicht schlecht. Er ist aber total unpassend für einen Bond-Film. Nachdem man beim vorigen Film einen Song, der sich an alte Vorbilder anlehnte, hatte, versuchte man hier etwas anderes. Vielleicht auch deswegen, um einen wirklich bekannten Namen an Land zu ziehen. Schade, denn er Song hätte schon das Potential für ein richtiges Highlights gehabt. So läuft einem nur ein Schauer über den Rücken. Ebenfalls auf dem Silberling findet sich ein Remix des Bond Themes, das von Paul Oakenfold gemacht wurde. Es klingt zwar dynamischer wie jenes, das Moby 1997 gemacht hat, ist aber im Grunde genommen nur eine Dreingabe, die verhindert, dass man mehr von David Arnold Score zu hören bekommt. Von den 100 Minuten, die er komponiert hat, bekommt man auf dieser CD weniger als die Hälfte zu hören.
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