von
Leo Lukas
Die JOURNEE stößt auf eines der terranischen Schiffe, die auf dem Botschaftsplaneten Chemtenz stationiert waren. Es handelt sich dabei um die TALLEYRAND, die unter dem Kommando des Botschaftsangehörigen Aldus Chamberlain stand. Das Schiff treibt deaktiviert um eine Sonne. Perry Rhodan beschließt, mit einer kleinen Gruppe auf das Schiff zu gehen, um festzustellen, warum es dem Inferno von Chemtenz unbeschadet entkam. Er ahnt jedoch nicht, dass es sich dabei um eine Falle der Kastun handelt.
Leo Lukas setzt den positiven Gesamteindruck seiner Vorgänger fort, vermag es aber noch einen drauf zu setzen. Seine vielschichtige Erzählweise und sein ironischer Humor hauchen den Figuren leben ein. Er beschreibt die verschiedenen Charaktere auf der JOURNEE mit viel Liebe zum Detail. Sein Witz ist ansteckend, auch wenn einige Dinge etwas zu überzogen wirken. Dennoch gelingt es ihm den Protagonisten eine Seele zu verleihen. Perry Rhodan beispielsweise wirkt mit einem Mal viel menschlicher, nicht so distanziert wie man ihn sonst kennt. Ebenfalls interessant sind die kleinen Reminiszenzen an die alten Zeiten. So taucht in einer Szene eine Waffe auf, die liebevoll “Tostanator” genannt wird, was Erinnerungen an einen anderen Zyklus weckt, in dem ebenfalls eine Galaxis durch einen Wall abgeschottet war. Dem ganzen Roman merkt man den kabarettistischen Hintergrund des Autors an, was zu einem Lesegenuß führt, der sich sehr von dem eines normalen PR-Romans abhebt. Lukas gelingt es der ANDROMEDA-Minserie ihr erstes richtiges Highlight zu geben, das Lust auf mehr macht.