von
Frank Böhmert
Schon lange haben sich die Bewohner des Planeten Thirdal von der galaktischen Bühne zurückgezogen und Leben auf ihrer Welt in Einklang mit der Natur. Sie besitzen allerdings die Fähigkeit in den Weltraum zu “horchen”. Dies bedeutet, dass sie über unglaubliche Entfernungen hinweg kosmische Ereignisse wahrnehmen können. Als die Kastuns in Andromeda auftauchen spüren sie wieviel Tod und Leid die Cyborgs zwischen den Sternen verbreiten. Die Charandiden beschließen einen der ihren auszuschicken, um den Tefrodern und Terranern im verborgenen Sektor Jessytop ein Angebot zu machen, dass für sie den Untergang bedeutet.
Nachdem die letzten drei Romane sehr actionreich gewesen sind, schaltet Frank Böhmert nun Gang zurück. Mit den Charandiden entwickelt er sehr liebevoll und detailliert ein sympathisches Volk, dessen Kultur gar nicht so fremd ist wie es am Anfang scheint. Die Charakterisierung seiner Hauptperson Martan Yaige ist sehr fesselnd gelungen. Böhmert verliert aber auch nicht das Schicksal der Besatzung der JOURNEE aus den Augen. Er schafft es zwar den diversen Figuren Leben einzuhauchen, doch stellenweise wirkt die Handlung hier etwas schleppend. Ein weiterer Schwachpunkt die Grek 665 ½, der diesmal etwas befremdlich wirkt. Zwar hat sein LemSim beim letzten Abenteuer etwas Schaden genommen, aber dennoch bekommt der Autor die Figur nicht richtig zu fassen. Frank Böhmert gelingt es allerdings alle losen Fäden zu fassen und zu einer guten Handlung zu kombinieren. Auch wenn der Roman vielleicht seine Schwächen hat, ist er ein wertvoller Beitrag für den ANDROMEDA-Zyklus. Empfehlenswert.