Die ersten zehn Jahre
Gedanken zum Jubiläum
von
Andreas Schweitzer
Die Idee, jeden Monat einen SF-Stammtisch aufzuziehen, kam mir Ende 1993 als ich zum ersten Mal das Saar Trek-Dinner in Saarbrücken besuchte. Bisher hatte ich mit dem Star Trek-Fandom nicht viel am Hut gehabt, fand aber die Grundidee eines losen Treffens ohne einen Clubhintergrund interessant. Gerade in dieser Zeit, in der ich meine Clubvergangenheiten (ich war in mehreren SF-Clubs) hinter mir gelassen hatte, war mir dieses Konzept doch recht sympathisch.
Eines der ersten Dinge, die ich für die Vorbereitungen brauchte, war die Lokalität. Es musste ein Treffpunkt her, der leicht zu finden war und zudem noch genügend Platz bot für die Fans, die erwartet wurden. Nach einigem Suchen wurde ich fündig. Die Gaststätte Zum Löwen, die gar nicht weit von meinem Wohnhaus entfernt ist, erwies sich als eine ideale Lösung. Sie liegt in der Nähe der Autobahnausgänge Zweibrücken-Ixheim und ist außerdem noch ziemlich leicht zu finden. Nachdem ich dann alles mit dem Inhaber des Löwen besprochen hatte, stand dem ersten Stammtisch nichts mehr im Weg.
Da das Internet zu diesem Zeitpunkt noch nicht der entscheidende Faktor wie heute war, inserierte ich in den mir bekannten Möglichkeiten wie den PR-Clubnachrichten oder auf den Fandomseiten des STCE. Damals firmierte der SF-Stammtisch noch unter Trekdinner Zweibrücken. Am 15. Januar 1994 war es dann soweit. Der erste SF-Stammtisch Zweibrücken stieg mit einer großen Besucherzahl.
Ursprünglich hatte ich die Veranstaltung für ein Jahr geplant, doch nach wenigen Monaten entwickelte sie sich zu einem Selbstläufer. Die Besucherstärke variierte immer ein wenig. Vor allem in den Sommermonaten, gegen Ende des Jahres oder zur Karnevalszeit kann es zu Ausfällen kommen. Aber dennoch versuche ich den SF-Stammtisch so regelmäßig wie möglich stattfinden zu lassen.
Es ist oft auch nützlich etwas über den Tellerrand zu schauen. Ein Jahr nach dem Zweibrücker Stammtisch wurde das Saar Wars-Dinner in Homburg in Leben gerufen. Achim Dörr und ich arbeiten in einigen Dingen zusammen, wie beispielsweise das gemeinsame Grillfest im Sommer 2002. Ebenfalls interessant war auch der einmalige Besuch von SF-Autor Manfred Weinland, der ebenfalls in Zweibrücken ansässig ist. Er konnte uns einen Einblick in die Arbeit eines professionellen Autors geben und stellte sich unseren kritischen Fragen.
Allerdings kommt es nicht darauf an, jeden Monat eine neue Attraktion zu bieten, sondern vielmehr sich mit gleichgesinnten Fans auszutauschen. Zahlreiche Freundschaften entwickelten sich aus den Treffen, die ich nicht mehr missen möchte. Oft trifft man auch neue Gesichter, auch wenn die Besucherzahlen in den letzten Jahren etwas zurückgegangen sind. Aber das ist ein Problem mit dem nicht nur der SF-Stammtisch Zweibrücken zu kämpfen hat. Eine kleine Neuerung kam vor drei Jahren hinzu, als ich einen Teil meiner privaten Homepage für den Stammtisch reservierte. Eben viel sie recht schlank ist, fällt es nicht schwer sie aktuell zu halten. Und zum Jubiläum werden auch noch ein paar Sachen hinzu kommen.
Zehn Jahre SF-Stammtisch Zweibrücken. Wenn mir das einer am 15. Januar 1994 erzählt hätte, hätte ich ihn ausgelacht. Ich möchte keine Minute davon missen…

Ein Blick in die Runde

