Western
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Titel: Der Teufelshauptmann

Originaltitel: She Wore a Yellow Ribbon

Regie: John Ford

Darsteller: John Wayne, Joanne Dru, John Agar, Ben Johnson, Harry Carey, jr., Victor McLaglen, u.a.

Region: Region 2

Bildformat: 1.33 : 1 (Vollbild)

Ton/Sprachen: Englisch, Deutsch (Mono)

Special Features: Interview mit John Ford, Produktionsnotizen, Trailer

Captain Nathan Briddles ist ein altgedienter Haudegen in der US-Kavallerie. Wenige Tage vor seiner Pensionierung soll er den Gerüchten über die Vorbereitung eines massiven Indianerangriffs auf den Grund gehen. Gleichzeitig soll er zwei Frauen zu einer Postkutsche bringen. Obwohl er förmlichen Protest einlegt, fügt er sich dem Befehl und nimmt die beiden Frauen auf seine letzte Patrouille mit. Man stößt auf dem Weg zur Postkutschenstation auf zahlreiche Hinweise auf feindlich gesinnte Indianer. Als sich herausstellt, dass die Postkutschenstation bereits angegriffen worden ist, kehren Briddles und seine Männer in ihr Fort zurück. Dort erwarten sie schon die Befehle für einen Feldzug gegen die Stämme. Nur der alte Captain soll nicht daran teilnehmen, da er an diesem Tag pensioniert wird. Doch Briddles will seine Männer nicht im Stich lassen...

Der zweite Film aus der Kavallerie-Trilogie von John Ford erstrahlt im schönsten Technicolor. John Wayne gibt in diesem Film gleichzeitig eine seiner stärksten Vorstellungen als gealterter Briddles. Dabei zeigt er eindrucksvoll, dass der alte Captain noch nicht zum alten Eisen gehört. Nebenbei wird noch ein Heldenlied auf die furchtlosen Reiter der US-Kavallerie gesungen, das stellenweise, aus heutiger Sicht, etwas belustigend wirkt. Auf der anderen Seite versteht es Ford die Kurzgeschichten von James Warner Bellah mit liebenswerten Charakteren zu spicken, die sich durch humorvolle Situationen spielen. Den ersten Hintergrund verliert der Meisterregisseur allerdings nicht aus den Augen. So wirkt der Film dann auch nicht ganz so bierernst, wie man vermuten würde. Allerdings verschwinden hier fast ganz die kritischen Untertöne, die Ford im Vorgänger BIS ZUM LETZTEN MANN etwas anklingen ließ. Dennoch bietet DER TEUFELSHAUPTMANN alles, was ein richtiger Edelwestern zu bieten hat.

Im Gegensatz zu BIS ZUM LETZEN MANN beeindruckt DER TEUFELSHAUPTMANN mit einem richtig knackigen Technicolorbild. Die Farben sind sehr kräftig, der Kontrast beweg sich auf hohem Niveau. Auch die Schärfe ist überzeugend, denn es sind viele Einzelheiten erkennbar. Auffallend ist nur ein leichtes Bildrauschen, das allerdings zu verschmerzen ist. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die hohe Bitrate mit der der Film auf die Silberscheibe gebannt wurde.

Die Tonspuren liegen in beiden Versionen in Mono vor. Allerdings klingt die englische, wie so oft, etwas besser wie die deutsche. Diese wirkt etwas angestaubt und ist, wegen der Eindeutschung vieler Begriffe, oft unfreiwillig komisch. Die Dialoge sind klar verständlich, die Musik wird klar getrennt.

Neben den üblichen Texttafeln findet man auch ein englisches TV-Interview mit John Ford aus dem Jahr 1968 auf der DVD. Launig beantwortet der Regisseur die Fragen des Journalisten, wobei er doch ein wenig von sich preisgibt. Damit sind die Special Features zu DER TEUFELSHAUPTMANN auch abgeschlossen.

Im Gegensatz zu den beiden anderen beiden Beiträgen zur Kavallerie-Trilogie weiß DER TEUFELSHAUPTMAN bildtechnisch zu überzeugen. Die Specials sind zwar mager, aber haben durchaus ihren Reiz. Zwar hätte man sich etwas mehr gewünscht, aber zumindest wird der Klassiker in einer guten Form präsentiert.