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Einige Zeit nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs kehrt Ethan Edwards auf die Farm seines Bruders zurück. Doch die Freude der Heimkehr wehrt nicht lange. Nachdem Indianer einige Kühe geraubt habe, bricht die Bürgerwehr auf, um diese zu erwischen. Doch es stellt sich heraus, dass alles nur ein Ablenkungsmanöver war. Die Indianer wollen die Farmen überfallen. Als Edwards zurückkehrt findet er die Farm seines Bruders in Trümmern vor. Die Familie ist bis auf eine Ausnahme ermordet worden, nur seine jüngste Nichte wurde von den Indianern verschleppt. Zusammen mit einem jungen Mann, der so etwas wie der Pflegesohn der Familie war, bricht er zu der Suche nach seiner Nichte auf...
Auch wenn die Darstellung der amerikanischen Ureinwohner diese einmal mehr als blutrünstige Ungeheuer zeigt (was sie nicht sind), besticht der Film von John Ford nicht nur durch eine grandiose Naturkulisse, sondern auch durch ein ausgeklügeltes Drehbuch und sehr guten Darstellern. Der Regisseur holt aus seinem Star eine zwielichtigen Charakter heraus, bei dem nicht klar ist, auf welcher Seite des Gesetzes er steht. Angetrieben durch den Gedanken seine Nichte zu finden treibt er sich und seinen Gefährten durch alles Widrigkeiten, um bei der letztendlichen Konfrontation fast etwas zu tun, was seinem Charakter zu entsprechen scheint. Der Film lebt durch Wayne, der darstellerisch viel später als Rooster Cogburn dies übertrumpfen sollte. Ford gelang das Kunststück einen zeitloses Werk zu schaffen, das weit über sein Genre herausragt. Zurecht gilt THE SEARCHERS als einer der wichtigsten Beiträge zur Filmgeschichte.
Zwei Bildversionen sind auf der DVD zu finden. Neben einer Vollbildversion wurde auch eine anamorphe Widescreenfassung auf die DVD-10 gepackt. Beide Versionen können mit einem sehr gut restaurierten Bild aufwarten. Das Alter des Film ist keine Sekunde zu bemerken. Die Farbgebung ist intensiv und auch der Kontrast kann überzeugen. Die grandiosen Aufnahmen aus dem Monument Valley wirken plastisch und haben eine sehr gute Schärfe. Von den ganzen Mono-Tonspuren klingt die englische noch am besten. Die deutsche Version erinnert einmal mehr an ein altes Mittelwellenradio. Dennoch ist es gut, dass der Ton nicht künstlich auf Dolby Digital 5.1 aufgemischt wurde. Das wäre der Atmosphäre des Films abträglich geworden.
Filmhistorisch ist THE SEARCHERS noch aus einem anderen Aspekt interessant. Er ist einer der ersten Filme, deren Werbung durch das Fernsehen unterstützt wurden. In den USA war das Medium noch jung, aber das Potential, um die Leute ins Kino zu locken wurde früh erkannt. Auf der DVD befinden sich einige Segmente einer Show, in der der Film mit einer Penetranz beworben wird, die der heutigen in Nichts nachsteht. Es werden sogar Szenen gestellt, die per Rückprojektion bei den Interviews die Illusion erwecken sollen, dass sie am Drehort geführt wurden. Diese Extras liegen in Schwarzweiß und einer guten Bildqualität vor. Den Abschluss der Extras bildet der Trailer des Films sowie einige Textinfos über die Produktion.
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