Western
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Titel: Der schwarze Falke

Originaltitel: The Searchers

Regie: John Ford

Darsteller: John Wayne, Jeffrey Hunter, Vera Miles, Ward Bond, Natalie Wood, u.a.

Region: Region 2

Bildformat: 1.85 : 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch, Deutsch, Spanisch (Mono)

Special Features: Audiokommentar von Peter Bogdanivich, Einleitung von Patrick Wayne, Trailer, 2 Dokumentationen, Interviews mit den Darstellern und Originaldokumentation von 1956

Einige Zeit nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs kehrt Ethan Edwards auf die Farm seines Bruders zurück. Doch die Freude der Heimkehr wehrt nicht lange. Nachdem Indianer einige Kühe geraubt habe, bricht die Bürgerwehr auf, um diese zu erwischen. Doch es stellt sich heraus, dass alles nur ein Ablenkungsmanöver war. Die Indianer wollen die Farmen überfallen. Als Edwards zurückkehrt findet er die Farm seines Bruders in Trümmern vor. Die Familie ist bis auf eine Ausnahme ermordet worden, nur seine jüngste Nichte wurde von den Indianern verschleppt. Zusammen mit einem jungen Mann, der so etwas wie der Pflegesohn der Familie war, bricht er zu der Suche nach seiner Nichte auf...

THE SEARCHERS gilt nicht umsonst als einer der besten Filme seines Genres. Kein Wunder, denn John Ford perfektioniert hier die Markenzeichen, die seine vorigen Filme schon ausgemacht haben. Neben der packenden Story, die leider die Indianer einmal mehr als blutrünstige Monster darstellt, ist es vor allem John Wayne, der in seiner Rolle beeindruckt. Ethan Edwards ist nicht der strahlende Held, den man von Wayne sonst gewohnt ist, sondern ein zwielichtiger Charakter mit einer dunklen Vergangenheit. Unausgesprochen bleibt die Herkunft seiner frisch geprägten Gold-Dollar, die er in seiner Satteltasche mitgebracht hat. Auch seine Beweggründe, warum er seine Nichte später lieber töten will als sie nach Hause zu bringen, ist schwer nach zu vollziehen. Sein Gewissen reitet in Form des jungen Marty mit, aus dessen Sicht die zweite Hälfte des Films geschildert wird. Er verhindert das Schlimmste als Ethan und seine Nichte zum ersten Mal auf einander treffen.

Schon die erste Auflage der DVD beeindruckte mit einem, für die damalige Zeit, guten Bildtransfer. Für die Neuauflage wurde das Master noch einmal neu von den Originalnegativen abgegriffen. Es stellt sich dabei heraus, dass das mittlerweile oft beschworene High Definition für den Film aus den 50er Jahren kein Problem ist, denn schon damals hatte man mit Vistavision eine Format, das hochauflösende Bilder lieferte. Vielleicht ist das auch der Grund, warum DIE SCHWARZE FALKE auch auf Formaten wie HD-DVD eine so gute Figur macht.

Aber auch das Bild der DVD kann sich sehen lassen. Die kräftige Farbgebung und die sehr hohe Schärfe machen einfach Spaß. Auch der Kontrast beweg sich auf hohem Niveau. Ab und zu ist eine leichte Körnung festzustellen, die allerdings bei einem Film diesen Alters zu verschmerzen ist.

Der Ton liegt in allen Tonspuren in Mono vor, was ebenfalls nicht verwunderlich ist. Während die deutsche Version etwas muffig klingt, überzeugt die englische durch eine gewissen Frische. Beide Versionen sind klar verständlich.

Eine Einführung von Patrick Wayne bildet den Auftakt der Extras auf der ersten DVD. Weitere Informationen über die Entstehung des Films bietet Regisseur und Historiker Peter Bogdanovich, der einiges interessantes zu erzählen hat. Auf der zweiten DVD befinden sich zwei Dokumentationen, in denen Filmschaffende auf die Bedeutung von THE SEARCHERS eingehen und auch die Entstehung des Klassikers beleuchten. Ebenfalls auf die zweite DVD haben es die vier originalen Making of-Sequenzen geschafft, die man schon bei der ersten Auflage dabei hatte. Diesmal allerdings sind sie ungeschnitten und beinhalten auch nostalgische TV-Werbung, über die man teilweise heute schmunzeln kann. Zwei Trailer runden die gute Mischung ab.

Die neue Ausgabe von THE SEARCHERS, die zum 50. Jubiläum des Westernklassikers herauskam, beeindruckt nicht nur mit einem sehr guten Bild, sondern auch mit einer interessanten Zusammenstellung von Specials. Eine sehr gute Würdigung für einen der größten Western aller Zeiten.