Titel: Ein Fressen für die Geier

Originaltitel: Two Mules For Sister Sara

Regie: Don Siegel

Darsteller: Clint Eastwood, Shirley MacLaine, Manolo Fábregas, u.a.

Region: Region 2

Bildformat: 2.35 : 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch (Mono)

Special Features: keine

Eher unfreiwillig rettet der Söldner Hogan die Nonne Sara aus den Fängen von einigen Männern. Die Nonne schließt sich Hogan an, der sie nur widerwillig mitnimmt. Doch als sich die Ereignisse verdichten sind beide aufeinander angewiesen.

Die Story mag zwar etwas mager klingen, doch das Drehbuch von Westernveteran Bud Boetticher und Albert Maltz zeichnet sich durch seinen feinen Humor und einem guten Schuss Selbstironie aus. Clint Eastwood nimmt sein eigenen Klischee, das er durch die “Mann ohne Namen”-Filme bekommen hat, kräftig auf die Schippe, wobei er sich selbst treu bleibt. Shirley MacLaine beeindruckt als Nonne, die einen eigenen Kopf besitzt und sich gegen alle Widrigkeiten behauptet. Don Siegel, der später mit Eastwood u.a. noch DIRTY HARRY drehte, orientiert sich in seiner Gestaltung sehr an Sergio Leone, den er stellenweise ganz offen zitiert. Dies tut er allerdings sehr liebevoll und wohldosiert. Aber auch noch etwas anderes verbindet diesen Streifen mit seinen italienischen Kollegen: Die Musik von Ennio Morricone. Der Soundtrack mag zwar nicht die Intensität von THE GOOD, THE BAD AND THE UGLY besitzen, aber besitzt dennoch einen großen Reiz und bildet eines der Grundelemente, die die Atmosphäre dieses Westernklassikers ausmachen.

Für einen Film, der 1969 entstand, besitzt dieser Film ein sehr gutes Bild. Es ist weitgehendst frei von Verunreinigungen und sowohl die kräftige Farbgebung als auch der sehr gute Kontrast machen es sehr sehenswert. Der Ton liegt in allen drei Versionen in Mono vor, ist aber sehr verständlich und klar. An Extras hat diese DVD leider gar nichts zu bieten. Noch nicht einmal einen Trailer konnte sich Universal Home Video aus den Rippen schneiden. Schade, dann etwas Informationen wären hier interessant gewesen. EIN FRESSEN FÜR DIE GEIER ist aber auf jeden Fall mehr als einen Blick wert.

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