Titel: Der Mann, der Liberty Valance erschoss

Originaltitel: The Man Who Shot Liberty Valance

Regie: John Ford

Darsteller: John Wayne, James Stewart, Vera Miles, Lee Marvin, Edmond O’Brien, Andy Devine, Ken Murray, Woody Strode

Region: Region 2

Bildformat: 1.85 : 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch (DD 5.1, Mono), Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch (Mono)

Special Features: Trailer

Die kleine Stadt Shinbone wird von dem Banditen Liberty Valance (Lee Marvin) terrorisiert. Nur der unbeholfene Anwalt Ransom Stoddard (James Stewart), frisch von der Universität, stellt sich ihm entgegen um waffenlos gegen ihn zu kämpfen. Doch Valance lässt sich von ihm nicht einschüchtern, im Gegenteil. Nur das Eingreifen von Tom Donophan (John Wayne) kann verhindern, dass der Anwalt von dem Banditen getötet wird. Valance fordert Stoddard, aber dieser will den Bösewicht nicht mit Waffengewalt niederstrecken. Doch eines Abends, nachdem Liberty einen guten Freund des Anwalts fast tot geprügel hat, stellt sich Stoddard seiner Herausforderung. Er tötet den Banditen und wird somit zum Helden, der später hoch in der Politik aufsteigen wird. Doch Ransom scheint an seiner Tat zu zerbrechen. Bis ihn Tom Donophan eine verblüffende Erklärung gibt.

John Ford hat mit diesem Western einer der besten Beiträge des Genres geschaffen. Der Film lebt nicht allein von der Action, die hier rar gesät ist, sondern vielmehr von dem eindrucksvollen Spiel seiner Hauptdarsteller John Wayne und James Stewart. Wie man es bei dem Regisseur gewohnt ist, sind die Rollen bis in die kleinste ideal besetzt und die Geschichte wurde mit einer großen Intensivität umgesetzt. Ford entwickelt stellenweise ein Kammerspiel, das einen Einblick in die zerrissenen Seelen der beiden Hauptprotagonisten gibt. Einmal mehr gibt John Wayne in einem Ford-Film einen zwielichtigen Charakter, der sich aber dann doch noch zum Guten hinwendet und eine überraschende Plotwendung verursacht. Alles in allem ein Western wie er perfekter nicht sein kann.

Wo viel Licht ist, gibt es auch viel Schatten. Dies gilt auch für die DVD-Umsetzung dieses Klassikers. Der Schatten liegt hier bei der Ausstattung, die nur einen Trailer bietet, mehr nicht. Sehr schade für einen Film diese Kalibers. Allerdings steht dem eine sehr gute Restaurationsarbeit gegenüber, die einfach nur überraschend ist. Der Streifen wurde 1962 gedreht und man sieht dem Schwarzweißbild sein Alter kaum an. Die Bildlage ist ruhig und die Schärfe kann genauso überzeugen wie der Kontrast. Es sind keinerlei Beschädigungen am Master festzustellen. Auch den Ton hat man restauriert. Neben einer sehr frisch klingen englischen Monospur findet man auch einen englischen Dolby Digital 5.1-Track, der allerdings sehr frontlastig ist. Aber ab und zu werden auch die Effektboxen angesprochen. Dennoch war das Upmix relativ unnötig, denn ein Film dieses Alters hat nicht die Dynamik einer neuen Produktion. Dennoch ist es hörenswert. Anders sieht es mit der deutschen Tonspur aus, die, ähnlich wie die restlichen Sprachspuren, doch recht dumpf klingt. Die Dialoge sind teilweise etwas schlecht zu verstehen. Etwas klarer könnte der deutsche Ton schon sein, wenn man etwas mehr Arbeit investiert hätte.

Auch wenn die Ausstattung auf das absolute Minimum beschränkt ist, gehört dieses Meisterwerk in jeden DVD-Schrank.

 

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