Titel: Open Range

Originaltitel: Open Range

Regie: Kevin Costner

Darsteller: Robert Duvall, Kevin Costner, Annette Bening, Michael Gambon, Michael Jeter, Diego Luna, James Russo, u.a.

Region: Region 1

Bildformat: 2.35 : 1 (anamorph)

Ton/Sprachen: Englisch (DD 5.1 & DTS), Französisch (DD 2.0)

Special Features: Audiokommentar, Making Of, Dokumentation, Deleted Scenes, Storyboard, Musicvideo.

Die vier Cowboys Boss, Charley, Mose und Buttons sind sogenannte “Freegrazer”. Sie treiben ihr Vieh durch die Prärie und lassen es grasen wo sie wollen. Dies ist dem Rancher Denton Baxter ein Dorn im Auge, weil er der Meinung ist, sie würden etwas von ihm stehlen. Zusammen mit einem korrupte Marshal schikaniert er die vier Männer. Als nach einem Überfall einer von ihnen getötet und ein anderer schwer verletzt wird, sinnen Boss und Charley auf Rache. Bei Charley weckt dies Erinnerungen, denn er war früher als Gunslinger unterwegs und schien dieser hinter sich gelassen zu haben. Jetzt holt ihn seine Vergangenheit wieder ein...

Kevin Costners vierte Regiearbeit (er stellte WATERWORLD fertig, nachdem Kevin Reynolds das Team verlassen hatte) besticht vor allem durch die grandiosen Landschaftsaufnahmen. Die Geschichte plätschert bis zum großen Showdown etwas dahin, wobei Costner sehr viel Wert auf die Charakterisierung der Protagonisten legt. Robert Duvall spielt mit seiner ganz eigenen Art, während Kevin Costner sich ebenfalls sehr gut selbst in Szene setzt. Ebenfalls beeindruckend spielt Annette Bening, deren desillusionierte Sue ebenfalls sehr sehenswert ist. In einer seiner letzten Rollen ist hier der Schauspieler Michael Jeter (THE GREEN MILE) zu sehen, der im März 2003 an den Folgen von AIDS starb. Außerdem ist noch Michael Gambon, der in HARRY POTTER AND THE PRISONER OF AZKABAN die Nachfolge von Richard Harris als Dumbledore antritt, als Denton Baxter zu sehen.

Bildmäßig hat diese DVD einiges zu bieten. Die Farbgebung ist sehr gut und auch die Schärfe ist so, wie man es von einem Film neueren Datums erwartet. Die großartigen Landschaftsaufnahmen lassen den Film zu einer Augenweide werden. Es gibt allerdings auch kleine Schattenseiten. Zum einen fällt die Detailschärfe bei den Nahaufnahmen etwas ab, zum anderen ist stellenweise der Einsatz eines Rauschfilters zu bemerken. Dennoch weiß die DVD zu beeindrucken und der Transfer lässt, bis auf die erwähnten Ausnahmen, nichts zu wünschen übrig. OPEN RANGE ist kein Film der großen Toneffekte. Doch wenn sie auftreten, dann sind sie richtig gut. Bei den Sturmsequenzen und vor allem auch beim Showdown lassen die DTS 5.1- und DD 5.1-Tonspuren ihre akustischen Muskeln spielen. Ebenfalls hörenswert ist der Soundtrack von Michael Kamen, der ebenfalls sehr gut abgemischt wurde.

Auf der Film-DVD des Doppel-DVD-Sets beginnen die Extras mit einem interessanten Audiokommentar von Kevin Costner über seinen Film. Auf der zweiten Scheibe geht es weiter mit einem 65minütigen Making Of, in dem der Regisseur einige wirklich klare Worte über einen seiner Geldgeber findet. Kevin Costner ist auffallend ehrlich, was bei dem normalen Promozeugs, das sonst als Making Of verkauft wird eher untypisch ist. Die Bilder zeigen viel von den Dreharbeiten und Costner gibt in seinen Kommentaren einen sehr guten Einblick in die Entstehung des Films, der zum Teil auch von seinem eigenen Geld finanziert wurde. Weiter geht es mit einer Featurette über die historischen Hintergründe von OPEN RANGE und wie es in Wirklichkeit in der Pionierzeit der USA zugegangen ist. Außerdem werden noch 12 Deleted Scenes geboten, die den Film noch etwas vertiefen, aber dem ohnehin gemächlichen Tempo des Films sehr abträglich gewesen wären. Interessant jedoch ist, dass sie allesamt mit einer sehr guten Qualität vorliegen und wahlweise mit einer Einführung von Costner gesehen werden können.. Abgerundet werden die Extras durch eine Storyboardgalerie und einem Musikvideo. Auf den ersten Blick hört sich das mager an, aber es zeigt sich, dass manchmal weniger mehr ist. Man kann mit der Ausstattung zufrieden sein.

Die DVD-Umsetzung von OPEN RAGE ist auf jeden Fall als sehr gelungen anzusehen. Der Zuschauer bekommt für sein Geld einiges geboten und den Fans von epischen Western kommen bei diesem Film auf ihre Kosten. Kevin Costner beweist, dass man auch mit 26 Millionen Dollar einen beeindruckenden Film machen kann, der alle Elemente hat um ein Klassiker des Genres zu werden. Ein unbedingt sehenswerter Streifen.

 

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